Grundsätzlich wird empfohlen einen Sicherheitsabstand zu anderen Personen einzuhalten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt hier einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern.

Verhaltensregeln, die im privaten und beruflichen Umfeld unbedingt zu beachten sind:

  • Vermeiden Sie engen Kontakt und verzichten Sie auf das Händeschütteln bei Begrüßungen.
  • Über die Schleimhäute (Augen, Nase, Mund) gelangen Krankheitserreger in unseren Körper. Vermeiden Sie deshalb, sich insbesondere mit ungewaschenen Händen im Gesicht zu berühren.
  • Beachten Sie die Hust- und Niesetikette: Husten oder Niesen Sie in die Armbeuge oder ein Taschentuch. Drehen Sie sich dabei zur Seite und von anderen weg.
  • Versuchen Sie Arbeitsabläufe so zu gestalten, dass ein Aufeinandertreffen mit Kolleginnen und Kollegen sowie mit anderen Personen weitestgehend vermieden wird.
  • Nutzen Sie Ihren Unterarm zum Drücken von Türklinken oder zum Betätigen von bestimmtem Schaltflächen oder Tastern (z.B. von öffentlichen Ampeln oder Bus und Bahn Türen).

Bei Anzeichen einer Erkrankung:

Gehen Sie nicht zur Arbeit und informieren Sie umgehend Ihren Arbeitgeber.
Informieren Sie Ihre Arztpraxis vorab per Telefon, damit entsprechende Schutzvorkehrungen bereits im Vorfeld getroffen werden können.

Eine gute Orientierungshilfe, ob Sie an Covid-19 erkrankt sind, finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts: "Bin ich betroffen? Und was ist zu tun?"


Arbeitsrechtliche Fragen zur Mund-Nasen-Bedeckung können Sie hier nachlesen.

 

Was alles im Einzelnen zu beachten ist, können Sie hier nachlesen:

Viele Infektionskrankheiten, dazu zählen Erkältungen, die Grippe oder das neuartige Coronavirus, werden über die Hände übertragen. Das Händewaschen mit Seife gilt hier als eins der wirksamsten Mittel, um eine Ansteckung mit krankmachenden Erregern zu verhindern. Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, von daher ist eine regelmäßige und gründliche Handhygiene äußerst wichtig. Doch nicht nur regelmäßiges und richtiges Händewaschen ist wichtig, sondern auch das Händetrocknen sollte stets korrekt durchgeführt werden.

Um beim Händewaschen die optimale Wirkung zu erzielen, ist es laut dem RKI und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entscheidend, die richtige Methode anzuwenden. Diese besteht in der Kombination aus Einseifen, Reiben, Abspülen und Trocknen der Hände.

Es wird folgender Ablauf empfohlen:

  • Hände unter fließendem Wasser anfeuchten.
  • Hände einseifen und die Seife gründlich verreiben (min. 20 bis 30 Sekunden). Handinnenflächen, Handrücken, Handgelenken, zwischen den Fingern und die Fingernägel.
  • Hände unter fließendem Wasser gut abspülen.
  • Hände sorgfältig mit einem Einmalhandtuch abtrocknen.

Von Gemeinschaftshandtüchern ist dringend abzuraten, weil durch das gemeinschaftliche Benutzen die Gefahr der Keimübertragung sehr groß ist..

Zur Sensibilisierung der Beschäftigten im Betrieb kann beispielsweise an allen Waschbecken ein Hinweis zur gründlichen Handhygiene ausgehangen werden. Hierzu finden Sie auf der Internetseite der BZgA nützliche Infoblätter, Aufkleber und weitere Medieninhalte für Ihren Betrieb. Arbeitgeber sind weiterhin in der Verantwortung, Ihre Beschäftigten in den Hygienevorschriften und der Anleitung zum wirksamen Händewaschen zu unterweisen. Zudem ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, eine ausreichende Anzahl an Handwaschgelegenheiten mit fließendem Wasser, Seife und Einmalhandtüchern bereitzustellen.

Nützliche Medieninhalte:  https://www.infektionsschutz.de/mediathek/printmaterialien/

BG Bau Hygieneplakat in 12 Sprachen: https://www.bgbau.de/service/angebote/medien-center-suche/medium/hygieneplakat-der-bg-bau/

Nur dort, wo keine Waschmöglichkeit besteht sollte der Einsatz von Desinfektionsmitteln erfolgen. Mit einem Desinfektionsmittel kann man die Anzahl der Bakterien auf den Händen und der Haut verringern, jedoch kann der vermehrte Einsatz von Desinfektionsmitteln zu einer Resistenz führen.

Beim Desinfizieren der Hände kommt es genau wie beim Händewaschen auf die richtige Vorgehensweise an: Desinfektionsmittel in ausreichender Menge (ca. 3 ml) in die hohle, trockene Hand geben.

Desinfektionsmittel über sämtliche Bereiche der Hände, besonderes der Innen- und Außenflächen einschließlich Handgelenke, Fingerkuppen und Findernägel einreiben. Für die Dauer der Einwirkzeit feucht halten und Desinfektionsmittel bis zum vollständigen Abtrocknen in die Händen verreiben (min. 30 bis 90 Sekunden). Anschließend keine zusätzlichen Reinigungen der Hände durchführen. Die empfohlenen Einwirkzeiten müssen beachtet und eingehalten werden. Die Einwirkzeit ist die Zeitdauer, die benötigt wird, um mindestens 99 Prozent der Bakterien und Erreger abzutöten.

Über die Auswahl von wirksamen Desinfektionsmitteln können Sie sich von Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt oder dem Gesundheitsamt beraten lassen. Grundsätzlich sollten nur Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, das heißt mit dem Wirkungsbereich "begrenzt viruzid" (wirksam gegen behüllte Viren) angewendet werden.

Informationen des Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) beachten: Desinfektionsmittel-Liste

Eine Bedeckung von Mund und Nase dient in erster Linie dazu die Anzahl der ansteckenden Keime zu verringern, die ein Erkrankter an die Umgebung abgibt. Die Tragenden sollten stets darauf achten, dass die MNB korrekt sitzt und somit mögliche Erreger nicht seitlich eindringen oder nach Außen gelangen können. Je nachdem, wie viel man im Tagesverlauf spricht und wie feucht die Abdeckung wird, sollte man diese regelmäßig wechseln und waschen bzw. entsorgen. Eine MNB darf kein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, so dass Tragende dazu verleitet werden den Sicherheitsabstand zu anderen Personen nicht einhalten zu müssen. Nur wenn der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, so muss eine MND getragen werden.

Besonders beim Abnehmen der MNB ist auf eine korrekte Vorgehensweise zu achten. Die im Stoff oder den Händen befindlichen Erreger können beim unsachgemäßen Abnehmen der MND mit der Gesichtshaut in Berührung kommen und so zu einer Infektion führen.

Arbeitgeber sollten eine Betriebsanweisung zum richtigen Umgang mit der MNB erarbeiten und ihre Beschäftigten dahingehend unterweisen.

Zum richtigen Umgang mit der Mund-Nase-Bedeckung hat die BG Bau ein Infoplakat bereitgestellt: https://www.bgbau.de/service/angebote/medien-center-suche/medium/mund-nasen-schutz-tragen-din-a2/


Regelmäßiges Lüften fördert die Luftqualität und minimiert den Anstieg von Krankheitserregern in der Raumluft. Die Anzahl, der in der Luft vorhandenen erregerhaltigen, feinsten Tröpfchen wird durch ständiges Lüften reduziert. Somit fördert frische Luft das Immunsystem und die Gesundheit und wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit sowie das gesamte Wohlbefinden aus.