Arbeitskammer sagt Filmtage im Dezember ab.

Die Arbeitskammer des Saarlandes muss die geplanten AK-Filmtage vom 7. bis 18. Dezember im Kino Achteinhalb in Saarbrücken leider absagen. Aufgrund der aktuellen Beschlüsse zur Verlängerung der Corona-Maßnahmen bleiben Kulturstätten und somit auch Kinos bis vorerst 20. Dezember geschlossen.

„Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an den AK-Filmtagen 2021, die wie üblich im Juni stattfinden werden“, sagt Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes.


AK-Filmtage "Mit kritischem Blick!"

Deutschland zum Ende 2020 – ein Jahr, das deutliche Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen hat. Unsere Demokratie war schon vor der Pandemie und den corona-bedingten Schutz- und Abwehrmaßnahmen wegen AfD und sonstiger Rechtsextremisten und -populisten in einer gefährlichen Zwangslage.
Und heute? Rechtspopulisten, die mit Identitären, Reichsbürgern, gewaltbereiten Hooligans bis hin zu Rechtsextremen gemeinsame Sache machen, Corona-Demonstrationen, die von der Polizei aufgelöst werden, die strafbare Reichskriegsflagge vor dem Deutschen Reichstag. Sind das Einzelne, in die Irre Geleitete, oder sind das Vorboten eines Bürgerkrieges, einer Spaltung der Gesellschaft?

„Demokratie in Gefahr!“. Die Bedrohung hat heute vielleicht eine andere Struktur – gleichwohl müssen wir weiter wachsam sein und frühzeitig die Zeichen richtig deuten. Was ist wahr und was sind fake news? Vor diesem Hintergrund bieten die 13. AK-Filmtage Schulklassen und Jugendgruppen die Möglichkeit, mit kritischem Blick auf unsere von Spaltung bedrohte Gesellschaft zu schauen, Hintergründe zu erfahren und darüber zu diskutieren.
 


Folgende Filme standen auf dem Programm:

Das Tagebuch der Anne Frank

Spielfilm

Regie: Hans Steinbichler
128 Minuten
Deutschland 2016

Die jüdische Familie Frank lebt ein normales Leben in Amsterdam, bis die Deutschen 1942 die Niederlande besetzen. Als Margot Frank einen Arbeitsaufruf aus Deutschland erhält bleibt ihnen nichts anderes übrig als unterzutauchen. Die Familie versteckt sich in einem Hinterhaus in der Prinsengracht 263, wo sie sich ihren Unterschlupf mit vier Mitbewohnern teilen. Diese Erlebnisse hält Anne Frank in ihrem Tagebuch fest.

Skin

Spielfilm - FSK 16

Regie: Guy Nattiv
117 Minuten
USA 2018

Byron Widner ist Mitglied der rechtsextremen „Viking“-Bewegung und einer der vom FBI meistgesuchten Neonazis. Er führt ein zerstörerisches Leben. Als er auf Julie und deren drei Töchter trifft, wächst in Byron jedoch der Wunsch die rechte Szene zu verlassen. Doch als er versucht sich von der Bewegung zu distanzieren, bekommt er auf einmal Morddrohungen von seinen früheren Verbündeten.

Nur ein Augenblick

Spielfilm, FSK 16

Regie: Randa Chahoud
108 Minuten, Deutschland
Großbritannien 2019

Der Film wurde mit dem MOP 2020 Preis der Jugendjury ausgezeichnet.

Für den Syrer Karim läuft das Leben richtig gut. Er studiert und lebt mit seiner schwangeren Freundin Lisa in Hamburg. Doch ein schicksalhaftes Ereignis stellt sein Leben auf den Kopf. Sein Bruder Yasir sitzt in einem syrischen Foltergefängnis. Für Karim ist klar: Er muss seinen Bruder retten ...

JoJo Rabbit

Spielfilm

Regie: Taika Waititi
108 Minuten, USA 2019

Der Film erhielt 2020 den Oscar für das beste Drehbuch.

Es sind die letzten Monate des zweiten Weltkrieges und der 10-Jährige Jojo Betzler ist begeisterter Hitlerjunge. Als Ersatz
für seinen abwesenden Vater stellt er sich Adolf Hitler als imaginären besten Freund vor. Jojos Mutter dagegen ist wenig von Hitler angetan. Das Drama nimmt seinen Lauf als er entdeckt, dass sich eine Jüdin im Haus versteckt und sich in sie
verliebt.

Die Kinder von Windermere

Spielfilm

Regie: Michael Samuels
90 Minuten, Großbritannien
Deutschland 2020


Nach der Befreiung aus einem Konzentrationslager kommt eine Gruppe jüdischer Kinder nach Lake Windermere in England. Dort werden sie von dem Kinderpsychologen Oscar Friedmann betreut. Die Kinder lernen wieder wie es ist ein Leben in Freiheit, ohne Elektrozäune, Wachtürme und Krematorien, zu führen.

Persischstunden

Spielfilm

Regie: Vadim Perelman
127 Minuten
Deutschland / Frankreich 2020


Das Jahr 1942. Der junge belgische Jude Gilles wird in ein deutsches Konzentrationslager gebracht. Nur durch Zufall gelingt es ihm dem Tod zu entkommen. Der Lagerkommandant Klaus Koch will nach dem Krieg ein Restaurant in Teheran eröffnen. Gilles gibt also vor, Perser zu sein. Von nun an muss er Koch Farsi beibringen, ohne selbst ein einziges Wort zu sprechen. Doch jeder Fehltritt könnte ihn das Leben kosten.


Schirmherrin der AK-Filmtage: Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur.


Die AK-Filmtage sind eine Veranstaltung der Arbeitskammer des Saarlandes in Zusammenarbeit mit "kino achteinhalb". Medienpartner: Unser Ding. In Kooperation mit SchulKinoWochen.

Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der AK-Aktion "Arbeitnehmer gegen Rechtsextremismus".