Europäische Einigung durch gemeinsame politische Bildung vertiefen

Pressedienst vom

„Politische Bildung in der Großregion über die politischen Grenzen hinweg zu denken, vertieft die europäischen Einigung“, sagt Thomas Otto. Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes, „gerade in Zeiten von Brexit und den zu erwartenden Erfolgen von europakritischen Parteien bei der Europawahl“. Die Arbeitskammer des Saarlandes begrüßt deshalb die Gründung der Arbeitsgruppe „Politische Bildung in der Großregion“ am heutigen Donnerstag im Europa-Museum Schengen.

Wir sind mit unserem AK-Bildungszentrum Kirkel seit Jahren selbst Bildungsakteur. „Ein Schwerpunkt unseres Seminarprogramms liegt in der der politischen Bildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit dem Ziel, sie zu befähigen, ihre Interessen besser wahrnehmen und sich aktiv an gesellschaftspolitischen Diskussionsprozessen beteiligen zu können“, sagt Thomas Otto.

Politische Bildung soll die politische Meinungsbildung aller befördern. „Diesen Bereich der Bildung im Herzen Europas regional anzugehen, fördert die europäische Selbstsicherheit der Einwohner der Großregion über nationale Zuordnungen hinweg“, betont Thomas Otto. Darüber hinaus ist der Bezug zum regionalen Nachbarn konkret, er liefert Anknüpfungspunkte und zeigt doch auch Unterschiede im Umgang mit dem demokratischen Alltag. Hier kann Neues gelernt werden.

Nach den Verwerfungen des frühen 20. Jahrhunderts leben die Menschen im Saarland in sehr guter Nachbarschaft und in regem Austausch – wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem und politischem – mitten in Europa. „Diesen Fortschritt müssen wir auch weiterhin verständlich erzählen“, sagt Otto. „Den bisherigen Weg der Bundesrepublik Deutschland und des Saarlandes können wir als demokratische Gesellschaft nur dann produktiv und kritisch zugleich diskutieren, wenn wir dies über die Nationalgrenzen hinweg tun. Dazu bedarf es einer politisch gebildeten, mündigen Gesellschaft.“

Die Zusammenarbeit der Institutionen der politischen Bildung der Großregion ergänzt die vielen kooperativen Anstrengungen innerhalb der Großregion wie die der Regierungen, der Parlamente (IPR), des Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion (WSAGR) oder der Kommunen (Quattropole). „Es wäre zugleich ein Zeichen für die konkrete, regionale Vertiefung der Europäischen Union, wenn sich die beteiligten Institutionen auf gemeinsame Ziele, Vorhaben, Aktivitäten – dauerhaft und in der Diskussion erarbeitet – einigen könnten“, so Otto abschließend.

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