AK fordert im Kita-Bereich mehr Investitionen zur Verbesserung der Betreuungsqualität und der Arbeitsbedingungen

Pressedienst vom

Neues Kita-Jahr startet mit niedrigeren Elternbeiträgen und weiterhin hoher Arbeitsbelastung für die Fachkräfte in den frühkindlichen Bildungseinrichtungen

Ab dem neuen Kindergartenjahr greift die beschlossene Reduzierung der Elternbeiträge in der saarländischen Kinderbetreuung. „Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Bildungsteilhabe“, betont Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes.

Positiv zu bewerten ist aus Sicht der Arbeitskammer zudem, dass der Bund bekannt gegeben hat, die Länder auch über das Jahr 2022 hinaus mit Geld aus dem Gute-Kita-Gesetz zu unterstützen. Nicht klar ist allerdings, wie die zukünftige Beteiligung des Bundes konkret aussieht und wofür diese Gelder im Saarland eingesetzt werden.

Die Arbeitskammer des Saarlandes fordert die Mittel künftig für die Verbesserung der Personalausstattung zu verwenden. „Die aktuelle Situation in den Kitas zeigt, dass die Lage weiterhin angespannt ist. Es braucht dringend einen besseren Personalschlüssel, damit die Einrichtungen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und tatsächlich eine gute frühkindliche Bildung gewährleistet werden kann“, so Caspar weiter. „Viele Mütter und Väter beklagen zudem, dass sich die Öffnungszeiten von Kitas nicht am tatsächlichen Bedarf der Eltern orientierten“, so der Vorstandsvorsitzende, „daher ist ein besserer Personalschlüssel  auch die Voraussetzung, um die nach wie vor ungünstigen Betreuungszeiten zu verbessern.“

„Der Personalschlüssel hat sich auch im vergangenen Jahr weder im Krippen- und Kindergartenbereich noch in den Hortgruppen verbessert, da sollte jetzt angesetzt werden, um nicht nur den Geldbeutel der Eltern zu entlasten, sondern auch insgesamt die Qualität in der Betreuung zu verbessern“, bekräftigt Jörg Caspar die Forderung der Arbeitskammer.

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