AK-Forderung nach höheren Investitionen in Betreuungsqualität und bessere Arbeitsbedingungen in saarländischen Kitas

Pressedienst vom

„Die aktuelle Studie zur Frühkindlichen Bildung der Bertelsmann Stiftung bestätigt unsere Forderungen aus dem diesjährigen Bericht an die saarländische Landesregierung“, stellt Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes, fest. „Das Land muss mehr in die Betreuungsqualität und in bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas investieren. Die Betreuungssituation ist immer noch nicht kindgerecht und führt bei den Fachkräften zu einer hohen Arbeitsbelastung“, so Caspar weiter.

Trotz dem Zuwachs an Personal in den vergangenen Jahren stagniert das ungünstige Betreuungsverhältnis von pädagogischer Fachkraft zu ganztagsbetreuten Kindern. Besonders schlecht sieht dieser Fachkraft-Kind-Schlüssel in den altersgemischten Gruppen ab 2 Jahren aus. Im Saarland ist der Schlüssel bei 1:9,9 statt wie von der Bertelsmann Stiftung empfohlen 1:4,9. Wie die Studie weiter belegt, sieht das Betreuungsverhältnis im Alltag tatsächlich häufig noch ungünstiger aus. Durch steigende Aufgaben (Elterngespräche, Qualitätsentwicklung oder Bildungsdokumentationen etc.) sowie Ausfallzeiten durch Krankheit, Urlaub oder Fortbildungen verschlechtert sich die Betreuungssituation weiter.

„Die aktuelle Situation in den Kitas zeigt, dass die Lage weiterhin angespannt ist. Es braucht dringend einen besseren Personalschlüssel, damit die Einrichtungen ihrem Bildungsauftrag gerecht werden können und tatsächlich eine gute frühkindliche Bildung gewährleistet werden kann“, betont Caspar. „Auch dem Fachkräftemangel in diesem Bereich kann nur entgegengewirkt werden, wenn sich die Arbeits-bedingungen verbessern“, so Caspar abschließend.

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