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Nachbetrachtung: AK-THEMA "Bildungsrisiko Armut: Was tut Not?"

Herausforderungen und Ansätze für armutssensibles Handeln in frühkindlicher Bildung und Schule

Dienstag, 19. September 2017, Arbeitskammer des Saarlandes

  Einladungsflyer im PDF-Format


Berichterstattung im arbeitnehmer (Heft 6/2017)

  Schulen und Kitas brauchen mehr Geld, mehr Personal und Förderung



Bildungsrisiko Armut: Was tut Not?

Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel, um aus dem generationenübergreifenden Teufelskreis der Armut auszubrechen. Aber wer arm ist, hat es extrem schwer, diese zumindest formale Chance tatsächlich zu nutzen. Der Anteil an Kindern, die als armutsgefährdet gelten, ist trotz Wirtschaftswachstum nicht zurückgegangen, sondern hat sich zuletzt sogar leicht erhöht.

Insgesamt verfügen von Armut bedrohte Kinder längst nicht über dieselben Bildungschancen wie Gleichaltrige aus finanziell gesicherten Familien. Kinder in prekären Lebenslagen sind bereits im Vorschulalter häufig in ihrer gesundheitlichen Entwicklung eingeschränkt und wachsen nicht selten unter ungünstigen Wohnbedingungen auf. Auch der Zugang zu Kultur- und Freizeitaktivitäten ist durch einen Mangel an Ressourcen stark begrenzt. Dies hat negative Folgen für die gesamte Bildungsbiografie.

Kinderarmut ist immer auch Elternarmut. Insofern muss an verschiedenen politischen Ebenen angesetzt werden. KiTas und Schulen nehmen aber eine Schlüsselposition ein, um Teilhabebarrieren für Kinder abzubauen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Um diese Anforderungen zu bewältigen, benötigen sozialpädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte nicht nur ein Grundlagenwissen über Einkommensarmut und deren Folgen für die betroffenen Kinder und deren Familien. In der pädagogischen Praxis sind Kompetenzen gefragt, die ein armutssensibles Handeln ermöglichen. Sie benötigen aber auch Partner. Im Verbund mit Angeboten der Frühen Hilfen, der Hilfen zur Erziehung, der Berufsorientierung und weiterer Partner gilt es, die Ressourcen bei Eltern und Kindern gleichermaßen zu stärken.


Programm:

14.30 Uhr: Ankommen der Teilnehmer/innen


15.00 Uhr: Begrüßung und Einführung

Roman Lutz
Abteilung Bildungs- und Wissenschaftspolitik
der Arbeitskammer des Saarlandes


15.30 Uhr: Impulsvortrag "Soziale Ungleichheit, Bildung und Habitus
"

Dr. Fabian van Essen
Vertretungsprofessor „Behinderung und Inklusion“
an der Hochschule für Gesundheit Bochum

Sie interessieren sich für den Vortrag von Dr. van Essen?

Dann wenden Sie sich per Mail an uns.


16.30 Uhr: Thematische Workshops

Armut und Benachteiligung im Vorschulalter – Probleme und Handlungsansätze in der frühkindlichen Förderung (ILF-Nr.: 115-0178/11) – Input von:

Laura Lauermann und Thomas Mörsdorf
Projekt „Sprungbrett für Eltern und Kinder“
des Caritasverbandes Schaumberg Blies e.V.

Bianca Dreher
KiTa-Leiterin St. Vincenz in Neunkirchen

Schulische Förderung von Kindern in schwierigen Lebenslagen (ILF-Nr.: 115-0178/12)
– Input von:

Uwe Sander
Schulleiter der Bachschule in Neunkirchen

Irina Boutros-Krieger und Bettina Kunze

Förderschule am Ludwigsberg in Saarbrücken

Barbara Roth

Gemeinschaftsschule Sulzbachtal in Dudweiler


Perspektiven erarbeiten und Anschluss finden: Unterstützung im Übergang Schule/Beruf (ILF-Nr.: 115-0178/13) – Input von:

Stephan Rohleder
Berufseinstiegsbegleitung Saarland Nord
des Schulungszentrums Bösen GmbH

Matthias Donauer
Berater im Bereich Markt, Integration und Jugendliche
bei der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-
Saarland der Bundesagentur für Arbeit


17.45 Uhr: Resümee und Abschluss




Bei Fragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte an:

Arbeitskammer des Saarlandes
Fritz-Dobisch-Straße 6–8
66111 Saarbrücken
Tel. 0681 4005-460
Fax 0681 4005-461
E-Mail: bildung(at)arbeitskammer.de




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