Filmschau "Gegen Antisemitismus"

 

Verbotene Filme – das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos

Antisemitismus und NS-Propaganda im Spielfilm am Beispiel von „Hitlerjunge Quex“ und „Jud Süß“

Filmschau für Schulklassen und Jugendgruppen mit Vor- und Nachbereitung
 


„JUD SÜß“

Jud Süß, umgarnt Karl Alexander, Herzog von Württemberg, gespielt von Heinrich George, Jud Süß Oppenheimer, gespielt von Ferdinand Marian, aus „Jud Süß“ © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Der Filmtitel fasziniert und traumatisiert noch heute die Menschen. Veit Harlans berüchtigter Spielfilm gilt als Inbegriff eines menschenverachtenden, judenverhetzenden Machwerks. Bis auf den heutigen Tag zählt der von Propagandaminister Joseph Goebbels intensiv in seinem Entstehungsprozess begleitete Film zu den meist gesehendsten Filmen in Deutschland. Rund 23 Millionen Bürger im Deutschen Reich haben ihn gesehen, bisweilen in den Formationen von der HJ bis zur Reichswehr, viele aber auch eigenen Wunsch. „Ein ganz großer, genialer Wurf. Ein antisemitischer Film, wie wir ihn uns nur wünschen können,“ vertraute Goebbels schon Tage vor der Premiere seinem Tagebuch an.

Jud Süß, 1940, 98 Minuten
Regie Veit Harlan
Ab Klassenstufe 9
 


„HITLERJUNGE QUEX“

Hitlerjunge Quex, gespielt von Jürgen Ohlsen © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

„Hitlerjunge Quex“ beschreibt die Kämpfe im Berliner Stadtteil Wedding zwischen einem kommunistischen Jugendverband und der aufstrebenden Hitlerjugend. Heini Völker, Sohn einer Arbeiterfamilie, missfällt der ungeordnete Zeltlager-Ablauf bei den Sozialisten, er findet Gefallen an den Ritualen der HJ. Sein Idealismus kostet ihn am Ende das Leben, sein Tod wird zum Opfer-Mythos des Dritten Reiches stilisiert.

Hitlerjunge Quex, 1933, 95 Minuten,
Regie Hans Steinhoff
Ab Klassenstufe 8
 


Der Referent

Copyright: Mechthild Schneider, Landesinstitut für Pädagogik und MedienDr. Burkhard Jellonnek, aktuell Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien, promovierte als Historiker mit einer Arbeit über die Homosexuellenverfolgung unter dem Hakenkreuz. Im Saarland ist er mit der Initiative Neue Bremm für die Erinnerungsarbeit auf der Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm verantwortlich.



 

Die Vorstellungen:

Termin/Uhrzeit8.30 Uhr11.00 Uhr
16. März 2020Hitlerjunge QuexJud Süß
17. März 2020Hitlerjunge QuexHitlerjunge Quex
18. März 2020Hitlerjunge QuexJud Süß
19. März 2020Jud SüßHitlerjunge Quex
20. März 2020Jud SüßHitlerjunge Quex
   
Abendvorstellung20.00 Uhr 
17. März 2020Jud Süß 


Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung für alle Vorstellungen mit Terminwunsch und Teilnehmendenzahl erforderlich. Nutzen Sie dazu bitte unser Online-Anmeldeformular im rechten Randbereich. Vielen Dank.

Eine Veranstaltung der Arbeitskammer des Saarlandes, dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien Saarland, Filmhaus Saarbrücken und der Murnau-Stiftung.

In Kooperation mit: SchulKino-Wochen, Arbeitnehmer gegen Rechtsextremismus, den AK-Filmtagen und 100% Menschenwürde sowie

  • Jugendkulturtreff Cafè Exodus
  • AWO Fankontaktstelle Innwurf (Saarbrücken)
  • DGB-Jugend
  • Jugendzentren in Trägerschaft, Regionalverband Saarbrücken
  • Bundesprogramm „Demokratie leben!“
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