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Pressedienst vom 18.11.2019

Die Arbeitskammer des Saarlands widerspricht der Einschätzung von Martin Schlechter, Hauptgeschäftsführer des ME Saar, dass Arbeitnehmer wenig bereit zur Weiterbildung seien. „Der Verantwortung, eine echte Weiterbildungskultur in den Unternehmen zu etablieren, liegt zuallererst bei den Arbeitgebern“, betont Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer des Saarlandes.

Die Betriebsrätebefragung AK-Betriebsbarometer 2019 hat ergeben, dass in rund einem Drittel der Betriebe und Dienststellen im Saarland ungleiche Teilnahmechancen für Weiterbildung herrschen. In fast der Hälfte der Betriebe wird das Weiterbildungsangebot als nicht ausreichend angesehen. Das kann daran liegen, dass nur in jedem vierten Betrieb der Bildungsbedarf der Beschäftigten strukturiert erhoben wird. Vor allem für An- und Ungelernte ist die Situation kritisch. In 73 Prozent der befragten Betriebe gibt es für diese Gruppe selten oder so gut wie nie Weiterbildung. Außerdem gibt es nur in etwas über der Hälfte der Betriebe überhaupt ein Weiterbildungsbudget.

In den Unternehmen muss ein Umdenken in Sachen Weiterbildung stattfinden. „Die saarländischen Betriebe und Dienststellen sind von einer vorausschauenden und systematischen Weiterbildungsstrategie noch weit entfernt“, betont Otto. Besonders An- und Ungelernte drohen im Zuge von Digitalisierung und Industrie 4.0 so den Anschluss zu verlieren. „Qualifizierung und Weiterbildung müssen dringend zu einem zentralen Handlungsfeld einer vorausschauenden Personalpolitik werden“, fordert Otto.

Und auch Bund und Land sind gefragt. Die nationale Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung muss genutzt werden, um das Saarland als vom Strukturwandel betroffene Region systematisch zu unterstützen. „Das Saarland muss Modellregion werden, in der Weiterbildung als präventives Instrument im Strukturwandel etabliert wird“, fordert Otto abschließend.

Mehr Infos zum AK-Betriebsbarometer 2019 finden Sie hier www.arbeitskammer.de/betriebsbarometer

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Mit freundlichen Grüßen
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