Filmtage "Mit kritischem Blick!"

Deutschland Mitte 2021 – die Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben deutliche Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen. Die Chancen sind dabei recht ungleich verteilt! Das wurde im vergangenen Jahr einmal mehr sichtbar und erfahrbar.

Nicht nur das Risiko einer Infektion ist bereits ungleich verteilt, sondern vor allem auch die Möglichkeiten, die sozialen und emotionalen Folgen zu überstehen. Den sozialen als auch den wirtschaftlichen und demokratischen Krisen sowie deren Bearbeitung durch rechtspopulistische Kräfte muss mit Solidarität, Sozialstaatlichkeit und gesellschaftlicher Teilhabe für  alle begegnet werden. Für eine echte Chancengleichheit in unserer Gesellschaft!

2020 mussten wir unsere Filmtage Corona-bedingt ausfallen lassen. 2021 wollen wir bei den 13. AK-Filmtage Schulklassen und Jugendgruppen unbedingt wieder die Möglichkeit geben, mit kritischem Blick auf unsere von Spaltung bedrohte Gesellschaft zu schauen, Hintergründe zu erfahren und darüber zu diskutieren....

 Zu allen Filmen stellen wir Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das Sie über unsere Website herunterladen können.


Folgende Filme stehen auf dem Programm:

Borga

Spielfilm - FSK 16

Regie: York-Fabian Raabe
104 Minuten, Deutschland/Ghana 2020

Der Film wurde beim Festival Max Ophüls Preis 2021 gleich viermal ausgezeichnet: bester Spielfilm, bester gesellschaftlich relevanter Film, Preis der ökömischen Jury, Publikumspreis.

Die zwei Brüder Kojo (Eugene Boateng) und Yoofi möchten einmal etwas besseres werden: ein Borga. Borgas sind privile giert, weil sie im Ausland ein exzessives, wohlhabendes Leben führen, anders als andere Ghanaer, die in ihrer Heimat geblieben sind. Doch bis es so weit ist, fristen die Brüder ihr Dasein auf der Elektroschrott-Müllhalde Agbogbloshi, die mitten in der ghanaischen Hauptstadt Accra ist. Zehn Jahre später verlässt Kojo schließlich seine Familie, um endlich nach Deutschland zu gehen und dort seinen Traum als Borga zu leben. Nach fünf Jahren und einer Irrfahrt über mehrere Kontinente erreicht er schließlich sein Ziel und erkennt, dass sein Traum nur eine Illusion war.
 


 

Schulmaterial finden Sie im Filmportal "Borga".

Skin

Spielfilm - FSK 16

Regie: Guy Nattiv
117 Minuten
USA 2018

Byron Widner ist Mitglied der rechtsextremen „Viking“-Bewegung und einer der vom FBI meistgesuchten Neonazis. Er führt ein zerstörerisches Leben. Als er auf Julie und deren drei Töchter trifft, wächst in Byron jedoch der Wunsch die rechte Szene zu verlassen. Doch als er versucht sich von der Bewegung zu distanzieren, bekommt er auf einmal Morddrohungen von seinen früheren Verbündeten.
 



Schulmaterial finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung.

Nur ein Augenblick

Spielfilm, FSK 16

Regie: Randa Chahoud
108 Minuten, Deutschland
Großbritannien 2019

Der Film wurde mit dem Max-Ophüls-Preis 2020 der Jugendjury ausgezeichnet.

Für den Syrer Karim läuft das Leben richtig gut. Er studiert und lebt mit seiner schwangeren Freundin Lisa in Hamburg. Doch ein schicksalhaftes Ereignis stellt sein Leben auf den Kopf. Sein Bruder Yasir sitzt in einem syrischen Foltergefängnis. Für Karim ist klar: Er muss seinen Bruder retten ...
 



Schulmaterial finden Sie im Filmportal "Nur einen Augenblick".

Sami, Joe und ich

Spielfilm

Regie: Karin Heberlein
94 Minuten, Schweiz 2020

Sami, Joe und Leyla bilden eine unzertrennliche Mädchenclique. Plaudernd und lachend ziehen sie durch die Agglomeration einer Schweizer Großstadt. Das Ende der gemeinsamen Schulzeit hätte der Auftakt eines aufregenden Sommers werden sollen, doch die lebhaften Teenager müssen sich mit so einigem rumschlagen.

Sami leidet unter ihren allzu strengen Eltern, Joe muss sich tagein, taugaus um ihre Geschwister kümmern, und Leyla tritt voller Nervosität ihre Lehrstelle in einer Großküche an. Für die drei stehen wegweisende Entscheidungen an: Was möchten sie in ihrem Leben erreichen? In einer Zeit voller Veränderungen scheint ihre Freundschaft das einzig Beständige zu sein, doch als sich die Ereignisse überschlagen, wird sie auf eine harte Probe gestellt.



Schulmaterial: Broschüre zum Film

Das Tagebuch der Anne Frank

Spielfilm

Regie: Hans Steinbichler
128 Minuten
Deutschland 2016


Das Tagebuch der Anne Frank beginnt, als die 13-Jährige am 12. Juni 1942 zum Stift greift und zum erstmal Mal an die er fundene „Kitty“ schreibt, um ihren Alltag zu Papier zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt lebt das Mädchen mit seiner Familie noch in deren Wohnung in Merwedeplein, doch schon bald müssen Anne, ihre Mutter Edith, ihr Vater Otto und ihre Schwester Margot das eigene Heim verlassen, denn als Juden sind sie vor den Nationalsozialisten auch in den Niederlanden bald nicht mehr sicher.

Die Familie Frank findet für zwei Jahre Unterschlupf im Hinterhof der Prinsengracht 263 in Amsterdam, wo sie von ihrer Helferin Miep Gies versteckt wird. Gesellschaft bekommen sie dabei schon bald von einer weiteren jüdischen Familie: den van Daans – Hans, Petronella und ihrem Sohn Peter, in den Anne sich verliebt. 1944 wird die Familie Frank von den Nazis deportiert ...
 


 

Onlineinformationen für den Unterricht: https://nwdl.eu/anne_frank/index.html

Broschüre für den Unterricht: https://www.derlehrerclub.de/download.php?type=documentpdf&id=1709

Informationen zu den Vorstellungen

Vorstellungen für Schulen, Auszubildende und Jugendgruppen

Montag bis Freitag: 8.30 Uhr, 11.30 Uhr und 15 Uhr

Der Eintritt ist frei, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich.

Wir bitten ausschließlich um Online-Anmeldung.


Hinweis:
Wegen der Corona-Beschränkungen wird in jeder Vorstellung  nur eine Schulklasse zugelassen.
Es gelten außerdem die gesetzlich erlassenen Hygienevorschriften zum Einlass bei kulturellen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen. Wir klären im Vorfeld die Details mit Ihnen ab.
 

Vorstellungen um 19 Uhr für alle

Die Filme werden auch abends um 19 Uhr zu einem ermäßigten Eintrittspreis von 3,50 € gezeigt.

Karten gibt es im „kino achteinhalb“.
 

Die Filme werden gezeigt im

„kino achteinhalb“
Nauwieserstraße 19,
66111 Saarbrücken

www.kinoachteinhalb.de
 


Schirmherrin der AK-Filmtage: Christine Streichert-Clivot, Ministerin für Bildung und Kultur.


Die AK-Filmtage sind eine Veranstaltung der Arbeitskammer des Saarlandes in Zusammenarbeit mit "kino achteinhalb". Medienpartner: UNSERDING. In Kooperation mit SchulKinoWochen.

Es handelt sich um eine Veranstaltung im Rahmen der AK-Aktion "Arbeitnehmer gegen Rechtsextremismus".