Nach der Erstauflage aus dem Jahr 2015 und der Aktualisierung im Jahr 2017 erscheint die „Analyse der Branchenstrukturen im Saarland“ nur bereits zum dritten Mal.

Wie in den ersten beiden Ausgaben gezeigt wurde, ist die Branchenstruktur einer Region prägend für die gesamte dort ansässige Gesellschaft. Dies gilt nach wie vor. Die saarländische Wirtschaft ist gekennzeichnet von einem tiefgreifenden sektoralen Strukturwandel: Lange Zeit wurde die wirtschaftliche Entwicklung im Saarland von der Montanindustrie (Kohle und Stahl) geprägt.

Schon vor dem Ende der Bergbau-Ära im Saarland begann sich die Branchenstruktur zu verschieben: Neben der noch immer gewichtigen Stahlbranche hat mittlerweile die Automobil- und Automobilzulieferindustrie enorm an Bedeutung gewonnen.

Parallel dazu haben aufstrebende Wirtschaftszweige neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen: Wesentliche Treiber dieser Erneuerungen sind zukunftsweisende Industriebranchen (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik) und bestimmte Dienstleistungsbereiche (z.B. das Pflege- und Gesundheitswesen sowie die IT-Branche). Der industrielle Kern stellt aber nach wie vor die tragende Säule der saarländischen Wirtschaft dar, auf welcher auch viele Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich aufbauen.

Das befindet sich das Saarland vor allem aufgrund technologischer Entwicklungen in einer entscheidenden Phase, in der wichtige Weichen für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes gestellt werden. In weiten Bereichen der Industrie – aber auch in vielen Dienstleistungsbereichen – sind große Herausforderungen zu erwarten. Daher ist die Definition einer nachhaltigen Strategie für Wirtschafts- und Industriepolitik, die den Unternehmensbestand im Saarland sowohl stabilisiert als auch ausbaut und so qualitativ hochwertige Beschäftigung sichert und schafft, aus Sicht der Arbeitskammer das zentrale Handlungs- und Politikfeld für die Entwicklung des Saarlandes. Eine solche Strategie sollte insbesondere die Rolle der saarländischen Schlüsselindustrien berücksichtigen und deren Verbindungen zu jüngeren Zweigen sowie das Forschungs- und Bildungswesen stärken. Dabei müssen Beschäftigte und ihre Interessenvertretungen durchgängig und dauerhaft eingebunden werden.

Im Fokus der Analyse stehen die Entwicklungen der einzelnen Branchen im Hinblick auf Arbeits- und Beschäftigungsmerkmale. Zentral für die Arbeitskammer ist dabei die Sicherstellung von Beschäftigung in der Gegenwart und Generierung von Beschäftigung und „Guter Arbeit“ in der Zukunft.

Sie können die AK-Texte hier im PDF-Format kostenlos downloaden:

AK-Texte "Analyse der Branchenstrukturen im Saarland"