Saarländische Bundestagsabgeordnete sollen sich in Berlin für den durchgehenden Grenzverkehr stark machen

Pressedienst vom

  • Direktverbindungen nach Metz und Straßburg sind ein großer Schritt für das Saarland
  • Lothringen und Saarland können Plan allein nicht finanzieren
  • Berlin und Paris müssen sich finanziell beteiligen

Die Arbeitskammer fordert die saarländischen Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD auf, sich in Berlin für den Ausbau des grenzüberschreitenden Bahnverkehrs stark zu machen. Anlass dafür sind die heutigen bahnpolitischen Gespräche der saarländischen Bundestagsabgeordneten mit Verkehrsministerin Anke Rehlinger. Die hatte kürzlich bekannt gegeben, dass der grenzüberschreitende Bahnverkehr von Saarbrücken nach Metz und Straßburg deutlich ausgebaut werden soll.

Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer begrüßt die Planungen „als echten Fortschritt für das Saarland, nach etlichen Jahren Stillstand“.

Er weist aber auch darauf hin, dass die Realisierung viel Geld kostet, die die sowieso schon strukturschwachen Grenzregionen Lothringen und Saarland allein nicht tragen können. Otto sieht deshalb die Bundespolitik in Berlin und Paris in der Pflicht, sich finanziell ebenfalls zu beteiligen. „Dafür müssen sich die die hiesigen Bundestagsabgeordneten bei den zuständigen Ministerien aber stark machen“, so Otto. Unrealistisch sei die Forderung nicht, CDU und SPD stellen die Bundesregierung, alle Ministerien sind mit Parteifreunden besetzt.

Die Umsetzung der Vereinbarung zwischen dem Saarland und Grand Est hat für Otto auch grundsätzliche Bedeutung. „Gerade im Hinblick auf die Europawahl 2019 werden sich viele Saarländerinnen und Saarländer fragen, ob Europa mehr ist als Gipfeltreffen in Brüssel. Europa muss vor allem im Alltag funktionieren, insbesondere in den Grenzräumen“.

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