Harter Brexit würde Beschäftigte im Saarland besonders hart treffen

Pressedienst vom

Die Arbeitskammer des Saarlands begrüßt die Vorkehrungen der Landesregierung für den Fall eines harten Brexit. „Großbritannien hat für das Saarland unter allen Bundesländern die mit Abstand größte Bedeutung. Die Auswirkungen eines harten Brexit würden die Beschäftigten hier besonders hart treffen“, so Caspar.

Durch eine Verringerung der Ausfuhren bzw. der Produktion für Großbritannien infolge des Brexit könnten nach Schätzungen auf Basis einer Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) im Saarland 1.300 bis 1.500 Jobs auf dem Spiel stehen.

Schon im Jahr nach der Ankündigung des Brexit verlor Großbritannien seine Stellung als wichtigster Handelspartner für die exportorientierte Saarwirtschaft. Seit 2017 ist Frankreich wieder vorne. Dennoch hat Großbritannien unter allen Bundesländern für das Saarland die mit Abstand größte Bedeutung. Die saarländische Wirtschaft exportierte im letzten Jahr immer noch Waren im Wert von knapp 2 Mrd. Euro nach Großbritannien. Das entspricht einem Anteil von 12,4 Prozent aller Ausfuhren des Saarlandes (zum Vergleich, Bund: 6,2 Prozent). Im Jahr 2015 lag der Wert noch bei 2,7 Mrd. Euro bzw. 17,8 Prozent.

„Damit die damit verbundenen Arbeitsplätze durch den Brexit nicht gefährdet werden und auch angesichts der weiteren drohenden Hemmnisse im Außenhandel, ist eine kraftvollere Binnennachfrage von enormer Wichtigkeit für Konjunktur und Beschäftigung an der Saar“, sagt Caspar.

Zurück Zurück