Arbeitskammer: Kürzungen von Lehrerstellen ist Armutszeugnis für das Land

Pressedienst vom

„Dass 54 Stellen weniger als zuvor geplant eingespart werden, stellt nicht gerade die angekündigte saarländische Investitionsoffensive im Bildungsbereich dar“, kritisiert Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer. Zwar sollten ursprünglich 106 Lehrerstellen wegfallen. „Immer noch 52 Lehrerstellen zu streichen, ist kein Erfolg, sondern ein Armutszeugnis für das Land“, betont Caspar.

Die AK hatte bereits in ihrer Pressemitteilung vom 23. Mai darauf hingewiesen, dass der Anteil der öffentlichen Bildungsausgaben am saarländischen Landeshaushalt 2018 mit nur 26,7 % der zweitniedrigste aller Flächenländer ist. „Angesichts der Tatsache, dass die Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen wieder steigen und die (sozial-)pädagogischen Aufgaben und Herausforderungen zugenommen haben und komplexer geworden sind, ist eine solche Sparmaßnahme schwer nachvollziehbar“, so Caspar weiter.

„Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen können nicht ständig am Limit und darüber hinaus arbeiten. Sie brauchen jetzt Unterstützung – durch Ermöglichung von Doppelbesetzungen in Klassen, durch die flächendeckende Einführung der Schulsozialarbeit und durch Systemzeit für qualitative Schul- und Unterrichtsentwicklung“, so Caspar abschließend.

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