AK fordert Schulsozialarbeit an allen Schulen und klare Zuständigkeit

Pressedienst vom

Die Arbeitskammer des Saarlandes (AK) unterstützt die Forderung des Regionalverbandes Saarbrücken nach einem systematischen und bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit. „Wir brauchen eine flächendeckende Schulsozialarbeit – Schluss mit dem Dschungel aus Zuständigkeiten“, sagt Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer. Damit bekräftigt Caspar noch einmal die Position der AK, die sich auch in ihrem letzten Jahresbericht an die Landesregierung intensiv mit der Situation der Schulsozialarbeit im Saarland auseinandergesetzt und Vorschläge zu ihrer Weiterentwicklung unterbreitet hat.

Konkret fordert die AK perspektivisch für 150 Schülerinnen und Schüler mindestens eine Vollzeitstelle sicherzustellen. Als Etappenziel muss eine Sockelversorgung von mindestens einer halben Stelle pro Schule gewährleistet werden. Während des Ausbaus und bei zusätzlichen Ressourcen müssen zudem soziale Indikatoren für eine bedarfsgerechte Verteilung berücksichtigt werden.

„Wir appellieren an die Landesregierung und die drei zuständigen Ministerien (MSGFF, MBK und MWAEV), gemeinsam mit den Landkreisen und dem Regionalverband als örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe, den Dschungel aus Zuständigkeiten, Fachaufsicht und Kostenträgerschaft zu überwinden und in einer Verantwortungsgemeinschaft auch die Kosten gemeinsam zu tragen“, fordert Caspar.  „Es ist an der Zeit, in einem landesweiten Rahmenkonzept endlich die Schulsozialarbeit verbindlich zu regeln, qualitativ abzusichern und dauerhaft unter guten Arbeitsbedingungen an allen Schulen zu etablieren“, so Caspar weiter.

„Aufgrund diverser gesellschaftlicher Veränderungen sind in den vergangenen Jahren immer mehr Aufgaben und Erwartungen an die Schulen herangetragen worden, die diese in ihrer traditionellen Ausstattung nicht stemmen können“, erinnert Jörg Caspar. Eine qualitativ hochwertige ganztätige Bildung, Betreuung und Erziehung, individuelle Förderung einer zunehmenden Anzahl von Kindern in prekären Lebenslagen, die sozialpädagogische Unterstützung geflüchteter Kinder und Jugendlichen, die stärkere Vernetzung der Schule mit dem Sozialraum – all dies sei ohne die Schulsozialarbeit nicht zu machen. Caspar abschließend: „Schulsozialarbeit ist unter diesen Vorzeichen ein heute unabdingbares Qualitätsmerkmal eines erweiterten Bildungsauftrages.“

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