Sie befinden sich bei der Arbeitskammer des Saarlandes - Arbeitskammer Schriftenreihe

Sprungmarkennavigation

A A+

Inhaltsbereich

Arbeitskammer Neuerscheinung

Die Einheitsgewerkschaft im Saarstaat 1945 – 1955/57

Demokratisierungsbeitrag, Krisenerfahrung und Sozialkonflikt

Frank Hirsch: Die Einheitsgewerkschaft im Saarstaat (1945-1955/57)
Demokratisierungsbeitrag, Krisenerfahrung und Sozialkonflikt
Schriftenreihe der Arbeitskammer des Saarlandes, Band 1
Gollenstein Verlag: Saarbrücken 2015, 47 Abb., 280 Seiten, 22,90 Euro.


Mit der Gründung der Einheits­gewerk­schaft der Arbeiter, Angestellten und Beamten des Saarlandes am 29. Oktober 1945 begann schon wenige Monate nach Kriegsende wieder organisiertes gewerkschaftliches Leben. Auf dem Höhepunkt hatte sie etwa 120.000 Mitglieder und war in 14 Einzel­gewerkschaften organisiert. Sie entwickelte sich schnell zu einem wichtigen sozial­politischen Akteur mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz. Sei es der Wiederaufbau der Betriebe, der Kampf für eine gerechte Entlohnung oder die Etablierung demokratischer Struk­turen und Grundsätze: Angesichts der großen Herausforderungen nach der Nazi-Diktatur engagierte sich die Ein­heits­gewerkschaft auf vielfältige Weise.


Wegen des strikt profranzösischen Kurses von Johannes Hoffmann geriet die Einheitsgewerkschaft zunehmend in Konflikt mit der Saarregierung. Besonders der „Industrieverband Bergbau“ erwies sich als oppositionelles Zentrum zur autoritären politischen Führung. Der „IV Bergbau“ wurde deswegen verboten. Die Einheitsgewerkschaft durchlief in der Folge eine existenzielle Krise, die nach der Ablehnung des Saarstatuts 1955 durch die saarländische Bevölkerung schließlich zur Auflösung und zum Aufgehen im neuen DGB Saar führte.


Die bewegte, kurze Zeit der Einheitsgewerkschaft kann als Lehrstück für die große allgemeine Bedeutung von Gewerkschaften dienen: Sowohl ihre Verdienste und Leistungen, als auch ihre inneren Zerwürfnisse und äußeren Anfeindungen verdeutlichen beispielhaft die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Einheit und die wichtige Rolle bei der Gestaltung gesellschaftlicher Prozesse.


Erstmals wurden die Geschichte der saarländischen Einheitsgewerkschaft einer eingehenden Analyse mit zum Teil neuen Archivquellen unterzogen und die Ergebnisse in einer eigenständigen Veröffentlichung zusammengetragen. Der Autor Dr. Frank Hirsch, Historiker am Dokumentationszentrum der Arbeitskammer, versammelt in der Publikation bereits bekannte Forschungen, er präsentiert aber auch neue Erkenntnisse zum Beispiel in den Themengebieten Tarifpolitik, Kultur und Mitbestimmung. Das Buch bildet den Auftakt der neuen Arbeitskammer-Schriftenreihe zur Arbeits- und Sozialgeschichte. In ihr werden künftig zentrale gesellschaftliche und gewerkschaftliche Themen aufgearbeitet und in sowohl gut verständlicher wie auch wissenschaftlich adäquater Form dargestellt. 2016 soll die Geschichte der Arbeitskammer erscheinen.

 


 

Bestellinformation:

Arbeitskammer-Mitglieder erhalten den Band kostenlos bei der Ausgabestelle der Landeszentrale für politische Bildung, Beethovenstraße 26, 66125 Saarbrücken, Tel.: (06897) 7908-144, montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr.

Kostenpflichtige Bestellungen für Nichtmitglieder beim Gollenstein Verlag unter www.gollenstein.de oder im Buchhandel.


Publikation der Arbeitskammer in Kooperation mit dem Gollenstein-Verlag

Suchbegriff eingeben

Rechter Inhaltsbereich




GESCHLOSSENER BEREICH

   Zum Login

AK auf Facebook

www.website-check.de

 

 

 

 




AK-Mitgliedsbeitrag 2016 + 2017

Zum Downloaden




Sozialversicherung 2016 + 2017
Alle Grenzwerte auf einen Blick

Die Arbeitskammer in 90-Sekunden erklärt.

 

 

Bildungszentrum der Arbeitskammer



Zeitschrift der Arbeitskammer

 

 

Jugendwebseite der
Arbeitskammer

 

 

"Weiterbildungs-
 datenbank Saar"

Interkulturelles Kompetenzzentrum
der Arbeitskammer

 

 

Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung



nach oben