Eine Studie von Heiko Breit (iso-Institut)

Der industrielle Kern stellt nach wie vor die tragende Säule der saarländischen Wirtschaft dar, auf welcher auch viele Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich aufbauen. Eine differenzierte Betrachtung der Strukturveränderung zeigt indes, dass die Wertschöpfungstiefe im produzierenden Gewerbe im Zeitverlauf abgenommen hat. Die Prozesse von sowohl „Offshoring“, also die Verlagerung von Produktionsprozessen ins Ausland, als auch „Outsourcing“, also die Vergabe von Aufgaben an externe Unternehmen, spielen dabei eine zentrale Rolle.

In Folge der zunehmenden Verflechtung zwischen Industrie- und Dienstleistungssektor hat sich die Beschäftigungsstruktur in der Produktion stark verändert: Statt einer Gesamtbelegschaft arbeiten nun unterschiedliche Teilbelegschaften (Stammbeschäftigte, Leiharbeiter, inländische und ausländische Zulieferunternehmen sowie unterschiedlichste Dienstleister) nebeneinander. Eine Spaltung der Belegschaft und damit einhergehend einen sinkenden Einflussbereich der erprobten industriellen Mitbestimmungsakteure ist zu befürchten. Aus Sicht der Arbeitskammer des Saarlandes ist eine starke, auf die neuen Herausforderungen ausgerichtete und durchsetzungsfähige Mitbestimmung nötig um die Veränderungen sozialverträglich und im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. 

Die Veröffentlichung dokumentiert die Studie, die vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Arbeitskammer des Saarlandes erstellt wurde.

Sie können die AK-Texte hier im PDF-Format kostenlos downloaden:

AK-Texte: Die Verflechtung von Produktion und Dienstleistung