Die Arbeitskammer des Saarlandes lädt auch in diesem Jahr zu den AK-Filmtagen unter dem Motto „Mit kritischem Blick!“ ein. Die mittlerweile 18. Ausgabe der Veranstaltungsreihe findet vom 11. Juni bis 24. Juni 2026 im Kino achteinhalb in Saarbrücken statt. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 15. Juni 2026 ab 17.00 Uhr. Die Hauptwoche mit festen Vorstellungen läuft vom 15. bis 19. Juni 2026.
Mit den AK-Filmtagen bietet die Arbeitskammer insbesondere Schulklassen, Auszubildenden und Jugendgruppen die Möglichkeit, sich intensiv mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, einen kritischen Blick auf eine zunehmend von Spaltung bedrohte Gesellschaft zu fördern, Hintergründe zu beleuchten und Raum für Diskussion und Reflexion zu schaffen.
In diesem Jahr stehen die Filmtage unter der Leitidee: „Wahrnehmen. Verändern. Zusammenhalten.“
Im Fokus steht die Frage, wie junge Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland und Frankreich wahrgenommen werden, welchen Herausforderungen sie im Alltag begegnen und wie gesellschaftliche Entwicklungen das Zusammenleben beeinflussen. Das Filmprogramm umfasst fünf Produktionen – von Dokumentationen über Spielfilme bis hin zu einer Drama-Serie:
Montag, 15. Juni 2026: Souleyman’s Geschichte
Der Drama-Dokumentarfilm begleitet den Fahrradkurier Souleymane durch einen rastlosen Alltag in Paris. Zwischen Lieferaufträgen und existenziellen Sorgen kämpft er darum, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Besonders eindrücklich zeichnet der Film die letzten 48 Stunden vor seiner Asylanhörung nach und zeigt mit dokumentarischer Genauigkeit die Lebensrealität eines illegal arbeitenden Migranten – geprägt von Zeitdruck, Unsicherheit und der ständigen Angst vor dem Scheitern.
Dienstag, 16. Juni 2026: Nico
Im Mittelpunkt dieses deutschen Spielfilms steht eine lebensfrohe deutsch-persische Altenpflegerin, deren Alltag in Berlin durch einen rassistischen Angriff erschüttert wird. Der Film schildert eindringlich ihren Weg der Verarbeitung: Durch intensives Karatetraining findet Nico einen Zugang zu ihrer Wut, gewinnt schrittweise Selbstvertrauen zurück und beginnt, sich gegen das erlittene Trauma zu behaupten.
Mittwoch, 17. Juni 2026: Im Osten was Neues – Eine ungewöhnliche Fußballmannschaft
Die Dokumentation erzählt von Eichi, der auf eine Vergangenheit als Rechtsextremist zurückblickt und heute als engagierter Trainer im Jugendclub Torgelow tätig ist. Gemeinsam mit seiner Frau trainiert er die multinationale Fußballmannschaft FC Pio, deren Mitglieder aus unterschiedlichen Ländern und Lebensrealitäten stammen. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie Begegnung, Engagement und gemeinsames Handeln Brücken bauen können – und beleuchtet dabei sowohl humorvolle als auch nachdenkliche Momente.
Donnerstag, 18. Juni 2026: The Change
Das Drama beleuchtet die Zerreißprobe einer Familie angesichts politischer Radikalisierung. Als der Sohn der Familie seine Freundin vorstellt, erkennt die Mutter in ihr eine ehemalige Studentin wieder, die mittlerweile eine führende Rolle in einer radikalen politischen Bewegung einnimmt. Der Film entfaltet einen intensiven Konflikt zwischen persönlichen Beziehungen, ideologischen Überzeugungen und gesellschaftlichen Werten.
Freitag, 19. Juni 2026: Uncivilized
Die Drama-Serie greift unterschiedliche Facetten von Ausgrenzung und Vorurteilen auf. In der ersten Folge („Hanau“) erleben junge Männer im Kölner Nachtleben Ablehnung und soziale Ausgrenzung. Die zweite Folge („Ukraine“) zeigt, wie ein bürokratischer Fehler das Leben eines Paares durcheinanderbringt und grundlegende Fragen zu Moral, Vorurteilen und Hilfsbereitschaft aufwirft. Beide Episoden verdeutlichen, wie schnell gesellschaftliche Spannungen im Alltag sichtbar werden. Alle Filme werden während der Hauptwoche täglich um 8.30 Uhr und 11.30 Uhr im Kino achteinhalb (Nauwieserstraße 19, Saarbrücken) für Schulklassen und Jugendgruppen gezeigt. Die Filme werden auch abends um 19 Uhr zu einem ermäßigten Eintrittspreis von 5,00 € für andere Gäste gezeigt. Karten hierfür gibt es direkt im kino achteinhalb. Begleitend zu den Filmvorführungen stellt die Arbeitskammer umfangreiches Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Zudem ist geplant, Regieführende, Schauspielerinnen und Schauspieler sowie weitere Fachleute einzuladen, um mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Gespräch zu kommen und die Inhalte gemeinsam zu reflektieren.
Der Eintritt für Schulklassen, Auszubildende und Jugendgruppen sowie deren Begleitpersonen ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist jedoch aus organisatorischen Gründen zwingend erforderlich.
Neben der Hauptwoche werden zusätzlich weitere Vorstellungen außerhalb des Kernzeitraums angeboten, die zu gleichen Bedingungen gebucht werden können.
Weitere Informationen sowie Materialien und Anmeldemöglichkeiten stehen online zur Verfügung. www.arbeitskammer.de/filmtage2026
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