Am 30. Juni 1951 beschließt der Landtag des Saarlandes das Gesetz zur Errichtung einer Arbeitskammer im Saarland. Damit erhält die saarländische Arbeitnehmerschaft eine öffentlich-rechtliche Einrichtung zur Vertretung ihrer Interessen in Wirtschaft und Politik.


Saarhundert - Bestrebungen zur Gründung

Erste Bestrebungen zur Gründung gab es bereits im 19. Jahrhundert. Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg, mit dem Erstarken von Gewerkschaften und Arbeiterparteien, waren geprägt von Arbeitskämpfen und dem Wunsch der Arbeiterschaft nach einer betrieblichen und überbetrieblichen Interessensvertretung.
Davon zeugen nachfolgenden beiden Fotos aus den zwanziger Jahren. Im Saargebiet kam erschwerend hinzu, dass das Betriebsrätegesetz der Weimarer Republik hier nicht galt. Hier schuf die Regierungskommission im Auftrag des Völkerbundes 1925 die erste und damals noch paritätisch besetzte Arbeitskammer. 

AK-Beiträge "Saarhundert"

Publikation "Die Einheitsgewerkschaft im Saarstaat 1945 – 1955/57"

Direktwahl der ersten Kammerversammlung

1951 beschließt der Landtag des Saarlandes, eine Arbeitskammer einzurichten, als öffentlich-rechtliche Vertretung der Arbeiter und Angestellten. Am 30. Juni 1951, haben die Abgeordneten des saarländischen Landtags das "Gesetz über die Einrichtung einer Arbeitskammer im Saarland" beschlossen.

Das Amtsblatt mit dem Gesetzestext von 1951 

Die Kammer hatte die Aufgabe, „die allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Arbeitnehmer" zu wahren und dabei zu helfen, ihre wirtschaftlichen und sozialen Lage zu verbessern.
1952 wurde dann die erste Kammerversammlung gewählt, und zwar direkt von den im Saarland beschäftigten Arbeitnehmer*innen. Es gab zwei Listen. Die Einheitsgewerkschaft erhielt 20, die Christliche Gewerkschaft 10 Sitze. Die Karikatur aus der Zeit zeigt das damalige Rollenverständnis recht deutlich. 

Publikation "Ein langjähriger Wunsch der Arbeitnehmerschaft"

Das Ferienwerk der Arbeitskammer

1953 wurde Arka-Reisen, das Ferienwerk der Arbeitskammer gegründet. Es ermöglichte vielen saarländischen Arbeitnehmern zum ersten Mal eine Urlaubsreise zu unternehmen.
Die Arbeitskammer kaufte größere Kontingente von Hotelzimmern auf und konnte sie deshalb zu günstigen Konditionen anbieten. Anfangs waren es vor allem Busreisen nach Bayern, an die Nordsee, nach Österreich und Frankreich. Später kamen auch entferntere Ziele dazu.

Das Angebot richtete sich vor allem an (kinderreiche) Familien. Dafür konnten die Familien auch Urlaub ansparen - nämlich über Sparmarken, die bei der Arbeitskammer, in Gewerkschaftsbüros und bei den Sparkassen ausgegeben wurden. Diese konnten dann bei Reisebuchung eingelöst werden. 

Das Ferienwerk gab es bis 1998.

 

Arka-Reisen

Seit 1967 hieß das Ferienwerk Arka-Reisen. Um das Reiseangebot attraktiv zu halten und ganz im Trend der Zeit zu liegen, stieg Arka-Reisen Anfang der 1970er in das Fluggeschäft ein. Die AK entschloss sich, Charterflüge in Eigenregie zu veranstalten. Ziel war es auch, den Flughafen, der in den 1960er Jahren auf der Ensheimer Höhe angelegt worden war, aktiv zu fördern.

Die ersten Arka-Charterflüge vom Ensheimer Flughafen starteten 1973 nach Palma de Mallorca, Pula (Jugoslawien), Rimini und Gerona (Costa Brava). Bis 1977 wurde die Palette um Bulgarien, die Karpaten (Rumänien), Montenegro, Kanarische Inseln, Costa del Sol und Costa Blanca erweitert. Später kamen weitere klassische Reiseländer wie Portugal und Griechenland, aber auch Übersee-Ziele hinzu.

Das Engagement der AK führte übrigens auch dazu, dass Hapag-Lloyd einen Ferienflieger fest in Saarbrücken stationierte.

Feriendorf im Allgäu und auf Elba

1964 gründete die AK das Feriendorf in Scheidegg (Allgäu) - eine Anlage mit 33 Bungalows. Ebenfalls in den 60er Jahren gebaut wurden das AK-Feriendorf Marina di Campo auf Elba mit 25 Ferienhäuser direkt am Strand.

Die Feriendörfer blieben im Gegensatz zum Ferienwerk an sich bis in die 90er in AK-Hand. Hier wirkte der Gedanke des Sozialtourismus noch weiter fort, während Arka-Reisen schon in den 70ern an einen kommerziellen Anbieter verkauft wurde. Spätestens in den 90ern war die Zeit des Sozialtourismus aber vorbei. Reisen war schon längst ein Massenphänomen mit stetig sinkenden Preisen.

70. Geburtstag Bildungszentrum Kirkel

Am 21.Januar 1956 wurde es als "Haus der Arbeit, Haus der Gemeinschaft und Haus des sozialen Fortschritts" eingeweiht. Seitdem wurde es mehrfach modernisiert, erweitert und hat tausende Arbeitnehmer*innen während ihrer Weiterbildung beherbergt.

Wer erinnert sich an seine Aufenthalte und Seminare im BZK und möchte das teilen? Über Aufnahmen oder Anekdoten aus den vergangenen 70 Jahren würden wir uns freuen. Es sind nämlich eine kleine Festschrift und eine Ausstellung geplant.

Hier findet Ihr eine Bildergalerie mit Aufnahmen des BZK von damals und heute

Das Arbeitskammergesetz

Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Arbeitskammer ist das Jahr 1967, genauer das neue Arbeitskammergesetz. Es legte unter anderem fest, dass die Mitglieder der Vertreterversammlung, die an die Stelle der Kammerversammlung tritt, nun auf Vorschlag der Gewerkschaften und „auf andere Vorschläge von Arbeitnehmern“ vom Landtag gewählt werden.

Die Vertreterversammlung bestimmt aus ihren Reihen einen Vorstand. Sie legt die Richtlinien fest und verabschiedet den Haushalt der Arbeitskammer. Auf dem Gruppenbild aus den 60er Jahren seht ihr den damaligen Vorstand der Vertreterversammlung und das AK-Präsidium (heute ist das die AK-Geschäftsführung): (von links) Heribert Kiefer, Dr. Hermann Forster (AK-Vizepräsident), Günther Schacht, Heinz Görgen, Alois Schreiner, Albrecht Herold (Vorstandsvorsitzender), Willi Kerth, Karl Berres, Norbert Engel (AK-Präsident).

Erster Präsident der Arbeitskammer war übrigens Heinrich Wacker - allerdings lag seine Zeit noch vor dem neuen Kammergesetz. Ihr seht ihn (links) auf dem Foto von 1956 mit dem damaligen Ministerpräsident des Saarlandes Hubert Ney (rechts).

Arbeitsschwerpunkt "kulturelles Interesse"

1967 erweiterte das neue Arbeitskammergesetz die Aufgaben der AK auch um die kulturellen Interessen der Arbeitnehmer/innen. Bis Ende der 70er Jahre fielen unter den Arbeitsschwerpunkt "kulturelle Interessen" (dem Zeitgeist entsprechend) ausschließlich die Bildungspolitik - von der vorschulischen Bildung bis zur Weiterbildung.

1981 widmete die AK sich in ihrem Jahresbericht erstmal der "kommunalen Kulturarbeit". Der Kulturbegriff bezog sich in dieser Zeit vor allem auf die Wahrung des kulturellen Erbes. Das eigene Kulturgut sollte mit Leben gefüllt werden. Ein Motto dieser Zeit war es auch, dass Kultur nicht nur für Eliten zugänglich sein soll sondern für alle Teile der Bevölkerung. Auf den (undatierten) Fotos seht ihr einen Trachtentanz vor dem Alten Rathaus in Alt-Saarbrücken am Schlossplatz und Mitglieder einer saarländischen Bergkapelle.

Bereits ein Jahr später (1982) diskutierte die AK in Ihrem Jahresbericht: "Neue kulturelle Bedürfnisse setzen andere Maßstäbe". Gemeint war etwa die Volksfesten in den einzelnen Gemeinden, die in der Zeit rasant zunahmen und zehntausende Menschen in Ihren Bann zogen.

Bildungsstätte Junkerwald am Würzbacher Weiher

Am Würzbacher Weiher gab es seit 1968 die Bildungsstätte Junkerwald, die sich speziell an Jugendliche wandte. Die Arbeitskammer pachtete das Gebäude für insgesamt 17 Jahre von der Gemeinde und bot dort eine Stätte der Bildung und Begegnung an.

Junkerwald sollte Kirkel entlasten, das sehr stark nachgefragt war. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten in Junkerwald Platz. Anfang der 1980er wurde Das Bildungszentrum Kirkel erweitert, sodass der Bedarf nicht mehr bestand. Anfang der 1980er verkaufte die Stadt Blieskastel die Villa dann auch an eine Privatperson. Auf dem Foto von 1972 seht Ihr Willy Brandt mit Kammerpräsident Norbert Engel (rechts) und dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Albrecht Herold (links) bei einem Besuch auf Gut Junkerwald.

1970 wurde die Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes (AfAS) gegründet

1970 gründeten die Arbeitskammer und das Saarland die Akademie für Arbeit und Sozialwesen des Saarlandes (AfAS). Sie richtete sich an Arbeitnehmer*innen aus dem kaufmännischen Bereich und an Betriebs- oder Personalräte, die sich neben ihrem Beruf weiterqualifizieren wollten.

Damals zum "Praktischen Sozialwirt / Praktischen Sozialwirtin (AfAS)“. Heute erhalten die Absolvent*innen den Abschluss „Betriebswirt*in Personal- und Sozialwesen (VWA)“. Über 1300 Studierende erreichten bisher einen Abschluss und erarbeiteten sich damit die Chance auf einen beruflichen Aufstieg. Erster Studienleiter war der international renommierte Saarbrücker Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Günter Wöhe. Die heutige Studienleitung obliegt Prof. Dr. Gerd Waschbusch. Die Akademie bewirbt gerade ihren 51. Studiengang, der im Herbst beginnt. Auf dem ersten Foto seht Ihr eine Vorlesung des 1. Studiengangs. Auf dem zweiten Foto beglückwünscht Studienleiter Prof. Günter Wöhe eine Absolventin des 1. Studiengangs (1973).

www.afas-saarland.de

Schülerseminare an neun verschiedenen Standorten

Noch bevor Ganztagsschulen und Nachmittagsbetreuung auf der politischen Agenda stand, betrieb die Arbeitskammer seit 1971 Schülerseminare. Und zwar an neun verschiedenen Standorten - darunter in Saarbrücken, Völklingen und Eppelborn.

Pädagogische Fachkräfte sollten sozial benachteiligte Schüler*innen bei den Hausaufgaben und beim Lernen helfen. Je nach persönlicher wirtschaftlicher Situation leisteten die Eltern einen kleinen finanziellen Beitrag. Die Schülerseminare verstanden sich auch als bildungspolitisches Modellprojekt und Vorreiter – mit dem Ausbau der schulischen Betreuung in den letzten Jahren haben sie schließlich ihre Aufgabe erfüllt. 2012 wurden sie endgültig eingestellt.

Das Gemeinwesenprojekt Saarstraße, wird 1988 zum interkulturellen Informations- und Förderzentrum ausgebaut

Aus einem der Schülerseminare, die die AK seit 1971 angeboten hat, entsteht ab 1983 in gemeinsamer Trägerschaft mit zwei Vereinen das Gemeinwesenprojekt Saarstraße in Völklingen-Wehrden. Schnell wurde das Angebot um Sozialberatung, psychosoziale und berufsorientierte Beratung erweitert, ergänzt durch eine breite Palette kultureller und informativer Aktivitäten.

Ab 1988 wird das Gemeinwesenprojekt mit Unterstützung der Arbeitskammer zum interkulturellen Informations- und Förderzentrum ausgebaut (heute Interkulturelles Kompetenzzentrum - IK). Das IK, das die Arbeitskammer gemeinsam mit dem Verein BARIŞ – Leben und Lernen in Völklingen-Wehrden betreibt, ist mittlerweile eine Einrichtung von überregionaler Bedeutung. Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Herkunft bekommen dort Unterstützung bei der Erweiterung ihrer sozialen und kulturellen Teilhabemöglichkeiten. Gleichzeitig werden alle wesentlichen Probleme, die im Zusammenhang mit Migration auftreten, analysiert und Handlungsstrategien entwickelt. Dabei ist das Besondere die Verknüpfung von praktischer sozialer Arbeit und theoretisch-wissenschaftlicher Forschung.

Die Fotos sind aus dem Jahr 1988. Damals wie heute: Gemeinsam für Toleranz und Teilhabe, die Einbeziehung der Eltern in die Gemeinwesenarbeit, soziales Lernen durch Spielen und der Höhepunkt des Jahres, das BARIŞ-Fest.

Beratungsangebote des interkulturellen Kompetenzzentrums

Initiative „Humanisierung der Arbeitswelt“ und Ergonomiezentrum im Bildungszentrum Kirkel

Seit den 1960er Jahren führte die hohe Zahl von Unfällen und Schäden während der und durch die Arbeit zu einer breiten Debatte und einer Reihe von Initiativen. Dazu gehörte auch die Initiative „Humanisierung der Arbeitswelt“, die „Maßnahmen der menschengerechten Gestaltung der Arbeit“ entwickeln sollte.

Für die Arbeitskammer übernahm das das Referat für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Es richtete zur Ausbildung von Betriebs- und Personalräten die „Werkstatt für humane Arbeitsgestaltung“ ein. Daraus wurde 1987 das Ergonomiezentrum im Bildungszentrum Kirkel (BZK). Dort wurden neben theoretischen Inhalten auch praktische Übungen angeboten. Nach dem Umbau des BZK vor einigen Jahren wurde beschlossen, das Ergonomiezentrum aufzugeben. Der Arbeitsschutz hat sich mittlerweile fest in der Arbeitswelt etabliert. Messen und Konferenzen dienten dem Informations- und Meinungsaustausch.

Die Fotos zeigen den Leiter des Ergonomiezentrums Günter Scheid der Kursteilnehmern einen menschengerechten Arbeitsplatz erläutert.  Eine Konferenz mit französischen Arbeitsschützern im Ergonomiezentrum in Kirkel sowie ein Foto der CDA-Bundestagung, auf der die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung präsentiert wird.

1989 gründete die Arbeitskammer und der DGB Saar die „Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung e. V.“ (BEST).

In den achtziger Jahren setzten sich neue Technologien in der Arbeitswelt mit voller Wucht durch. Die Schreibmaschine hatte ausgedient und wurde vom Computer ersetzt – mit allen Vor- und Nachteilen.

Um Betriebs- und Personalräte, aber auch Mitarbeitervertretungen, fit für eine menschengerechte Gestaltung im Betrieb fit zu machen, gründeten die Arbeitskammer und der DGB Saar 1989 die „Beratungsstelle für sozialverträgliche Technologiegestaltung e. V.“ (BEST). Die Beratungsleistungen wurden seit den Gründertagen erheblich ausgeweitet.

Standen anfänglich besonders technologische Fragestellungen im Mittelpunkt, geht es jetzt auch um Organisationsfragen oder betrieblichen Gesundheitsschutz. Unter dem Leitbild der „Guten Arbeit“ leisten die Beraterinnen und Berater in Seminaren, Vorträgen oder durch die individuelle Unterstützung bei Dienstvereinbarungen wichtige Unterstützung.

www.best-saarland.de

Seit 1989 beteiligt sich die Arbeitskammer an der Stiftung Rechtsschutzsaal

Seit 1989 beteiligt sich die Arbeitskammer an der Stiftung Rechtsschutzsaal. Damit trägt sie dazu bei, das älteste Gewerkschaftshaus Deutschlands zu erhalten, nämlich den Rechtsschutzsaal in Friedrichsthal-Bildstock.
Am 28. Juli 1889 wurde der frühgewerkschaftliche Rechtsschutzverein für die bergmännische Bevölkerung des Oberbergamtsbezirks Bonn, kurz Rechtsschutzverein, gegründet.

Dies war eine Reaktion auf die schwierige Lage der saarländischen Bergarbeiter. Einer der Gründerväter und Vorsitzender war Nikolaus Warken. Die Stiftung hat den Rechtsschutzsaal zu einem Haus der Solidarität weiterentwickelt.

Dort finden heute viele Veranstaltungen und Vorträge statt. Außerdem veröffentlicht die Stiftung auch Publikationen, die die Erinnerung an die frühe saarländische Arbeiterbewegung wachhalten.

www.rechtsschutzsaal.de

1992: Novellierung des AK-Gesetzes

1992 wird das neue Arbeitskammergesetz im Saarland verabschiedet. Damit erweitert der Gesetzgeber die Aufgaben der Arbeitskammer um "die ökologischen Interessen der Arbeitnehmer/innen".

Mit der Gesetzesnovelle reagierte der Gesetzgeber auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Aufgabenbereich umfasste nun außerdem „Maßnahmen zur Förderung der beruflichen, der politischen und der allgemeinen Bildung, der Beschäftigung, der Kultur, der Gesundheit, des Verbraucherschutzes, der Gleichberechtigung von Frauen und Männern, der Integration von Ausländern und Ausländerinnen, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen (Saar-Lor-Lux) und der Armutsvermeidung“.

Die Arbeitskammer kümmert sich seitdem in Stellungnahmen, Berichten und Initiativen auch um diese Themen.

  1. Industrie bedeutete Umweltverschmutzung. Die frisch gewaschene Wäsche war beim Trocknen schon nach kurzer Zeit wieder grau.
  2. Vom „Gastarbeiter“ zum Mitbürger: Migranten haben unsere Gesellschaft verändert und gehören heute selbstverständlich dazu.
  3. Heute immer noch ein Thema: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

1994: Gründung Kooperationsstelle Hochschule und Arbeitswelt

1994 gründen Arbeitskammer, DGB und die Universität die  Kooperationsstelle Hochschule und Arbeitswelt. Das Ziel ist es, an der Arbeitswelt orientiertes Wissen zu generieren und das gegenseitige Wissen in Wissenschaft und Arbeitswelt zusammenzuführen. Beide Seiten (Hochschule und Arbeitswelt) sollen davon profitieren.

Die neue Kooperationsstelle stellt die Zusammenarbeit zwischen Universität, Arbeitskammer und DGB damit auf eine institutionelle Grundlage. Vorausgegangen waren Kooperationsverträge mit der Pädagogischen Hochschule und der Fachhochschule 1976 und mit der Universität des Saarlandes 1984.

Gründervater und langjähriger Leiter war Prof. Dr. Hans Leo Krämer. 2005 übernahm Dr. Birgit Roßmanith die Leitung, die Einrichtung wurde umbenannt in Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KoWA). Im März 2009 wurde
Dr. Luitpold Rampeltshammer als neuer Leiter der KoWa berufen.

Dokumentationszentrum der Arbeitskammer

Seit 1987 bildet das Dokumentationszentrum der Arbeitskammer die Fachstelle für saarländische Arbeiter- und Gewerkschaftsgeschichte. Es besteht aus einer Bibliothek und einem Archiv. Die Nutzung steht  grundsätzlich jedem und jeder offen. Wir haben in unserem AK-Dokuzentrum in Saarbrücken freies WLan und einen eigenen Besucher-Arbeitsplatz.

Ihr findet dort über 60.000 Medien zur saarländischen Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie zur Geschichte von Gewerkschaften und der Arbeiterbewegung.

Im unserem umfangreichen Archiv lagern neben den Beständen der Arbeitskammer selbst wichtige Akten zu saarländischen Gewerkschaften und Nachlässe bedeutender Gewerkschafter. Dazu kommen Plakate und Fotos, Filme und Tondokumente.

1996: Gründung des INFO Instituts

1996 entwickelt sich aus der Zusammenarbeit der Arbeitskammer mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft das Institut für Organisationsentwicklung und Unternehmenspolitik (Info-Institut). Die AK hatte damals in dem Kooperationsvertrag die vorläufige Finanzierung übernommen, angedacht war aber von Beginn an, dass das Institut eigene Einnahmen generiert. Wir sind über den INFO-Institut e.V. auch heute noch eng mit dem Institut verbunden. Das INFO-Institut steht für eine sozial verantwortliche Unternehmenspolitik. Die Kolleg*innen leisten betriebswirtschaftliche Beratung für Arbeitnehmervertreter*innen.

Die Aufgaben: Beratung von Unternehmen und Betrieben bei Restrukturierungsmaßnahmen. Mit der Entwicklung von Konzepten sollen in erster Linie Arbeitsplätze erhalten werden (die in anderen Fällen zuerst dem Sparkurs zum Opfer fallen). Die Neuaufstellung eines Unternehmens sollte also nicht in erster Linie zulasten der Mitarbeiter*innen gehen. Mittlerweile gibt es auch eine Dependance in Köln. Langjähriger Leiter des Instituts war Prof. Dr. Heinz Bierbaum.

Das Video ist auf unserer Mitbestimmungsmesse 2019 entstanden. Dort berichtet Michael Hoffmann vom INFO-Institut über seine Arbeit und die seiner Kolleg*innen.: Video Info-Institut auf der Mitbestimmungsmesse 2019

2000: Die Arbeitskammer des Saarlandes geht online

Die AK-Internetseite im Wandel der Jahre. 2000 ging die erste Internetseite der Arbeitskammer online (www.arbeitskammer.de). Seitdem hat sich das Layout der Seite mehrfach geändert.

Der letzte große Relaunch liegt sechs Jahre zurück. Seit 2019 erscheinen wir im responsive Design. Heute findet Ihr auf unserer Seite alle Angebote der Arbeitskammer des Saarlandes: Veranstaltungen, Broschüren, Analysen, Stellungnahmen, Pressemitteilungen, Beratungsangebote, Themenportale u.v.m.

2001: Eröffnung des neuen Beratungs- und Informationszentrums

2001 haben wir das neue Beratungs- und Informationszentrum eröffnet, in das auch die Verbraucherzentrale einzieht. Auch bekannt aus Haus der Beratung in der Trierer Straße.

Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitskammer und Verbraucherzentrale des Saarlandes wurde bereits 1996 mit einem Kooperationsabkommen begründet. Ihr findet im Haus der Beratung heute neben der Verbraucherzentrale vor allem unsere Beratung im Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht.

Auf den Fotos seht Ihr die Baustelle, den Vorgängerbau, das kleine Richtfest und das Haus der Beratung kurz vor der Fertigstellung. (Fotos: AK-Dokumentationszentrum)

2008: Die ersten AK-Filmtage

Die ersten AK-Filmtage starteten am 1. September 2008. Auch damals schon in Kooperation mit der SchulKinoWoche Saarland. Mit an Board war damals auch die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes. Die Filme der ersten AK-Filmtage waren zum großen Teil noch Dokumentarfilme.

Im Laufe der Jahre haben wir uns mehr an die Sehgewohnheiten junger Menschen angepasst und auf Spielfilme gesetzt. Und wir stellen die Filmtage jedes Jahr unter ein bestimmtes Motto: Migration, Fremdenfeindlichkeit, Demokratie in Gefahr oder Chancengleichheit. Es geht darum, mit kritischem Blick auf unsere Gesellschaft zu schauen.

Das Gesamtangebot wurde wegen der hohen Nachfrage weiter ausgebaut. So bieten wir inzwischen weitere Vorstellungen außerhalb der Hauptwoche ebenso wie Vorführungen am Abend für alle Interessierten,

Im Jubiläumsjahr (2026) ist das übergeordnete Thema “Wahrnehmen. Verändern. Zusammenhalten.” Im Mittelpunkt stehen die Lebenswelten junger Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte.

2015: Klare Kante - Kampagne gegen Rechtsextremismus

Mit der Kampagne „Arbeitnehmer gegen Rechtsextremismus“ setzt die Arbeitskammer 2015 ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und für demokratische Werte. Der Auftakt findet im Mai in der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule vor rund 100 Gästen aus Politik und Gesellschaft statt.  Begleitet von Veranstaltungen und Ausstellungen richtet sich die Kampagne insbesondere an junge Menschen und wirbt für ein aktives Eintreten gegen rechtsextreme Positionen.

2016: Staffelübergabe an die heutige Geschäftsführung

Vor fünf Jahren, zeitgleich mit dem 65-jährigen Jubiläum der Arbeitskammer, am 29. April 2016, haben wir die Staffelübergabe an die heutige Geschäftsführung begangen.

Die Feierstunde fand in der Aula der Universität des Saarlandes, mit einer Menge Polit-Prominenz aus dem Saarland statt.

Das war der Wechsel von der alten langjährigen Geschäftsführung Horst Backes und Heribert Schmitt zur neuen Geschäftsführung Thomas Otto und Beatrice Zeiger.

Fotos: Pasquale d'Angiolillo

2017: Wechsel an der Spitze - Jörg Caspar wird Vorstandsvorsitzender

Die Vertreterversammlung wählt Jörg Caspar zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Arbeitskammer. Er folgt auf Hans Peter Kurtz, der das Amt zwölf Jahre innehat. 

Der gelernte Industriekaufmann und Erste Bevollmächtigte der IG-Metall Geschäftsstelle Neunkirchen verbindet mit seinem Amtsantritt klare Positionen, insbesondere für Mitbestimmung, sichere Beschäftigungsverhältnisse und gegen Befristungspraxis. 

 

2017: Netzwerkstelle Frauen im Beruf (FiB)

Die Netzwerkstelle Frauen im Beruf (FiB) wurde 2017 gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern des Zukunftsbündnisses Fachkräfte Saar ins Leben gerufen und ist bei der Arbeitskammer des Saarlandes angesiedelt. Sie wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit sowie den Europäischen Sozialfonds Plus gefördert.

Die FiB unterstützt Frauen dabei, ihre beruflichen Chancen zu nutzen – sei es beim Einstieg in den Beruf, beim Wiedereinstieg nach einer Familienphase oder auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Als zentrale Anlauf- und Netzwerkstelle bringt sie Menschen, Institutionen und Unterstützungsangebote zusammen und hilft dabei, berufliche Perspektiven zu eröffnen.

Mit ihrem Engagement leistet die FiB einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Saarland und stärkt die berufliche Teilhabe von Frauen – damit aus Potenzialen erfolgreiche Berufswege werden.
 

2018: Zwei neue Beratungsstellen bei der Arbeitskammer

Die Arbeitskammer des Saarlandes betreibt zwei spezialisierte Beratungsstellen, die Beschäftigte vor Ausbeutung und Rechtsverstößen im Arbeitsleben schützen.

Die Beratungsstelle für Wanderarbeit und mobil Beschäftigte wurde im April 2018 eingerichtet und nahm am 2. Mai 2018 offiziell ihre Arbeit auf. Anlass für ihre Gründung waren zahlreiche Fälle von Ausbeutung osteuropäischer Beschäftigter, unter anderem in der Fleischindustrie und auf Baustellen. Die Beratungsstelle informiert Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter sowie mobil Beschäftigte über ihre Rechte im Arbeits- und Sozialrecht und unterstützt sie bei Problemen wie ausstehenden Lohnzahlungen, ungerechtfertigten Kündigungen oder fehlender Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Die arbeitsrechtliche Beratungsstelle für Geflüchtete und Drittstaatler wurde im Juli 2018 im Rahmen des Netzwerks IQ Faire Integration eingerichtet. Sie entstand, um Geflüchtete und Menschen aus Nicht-EU-Staaten über ihre Rechte am Arbeitsplatz aufzuklären und sie bei arbeitsrechtlichen Problemen zu unterstützen. Ziel ist es, Benachteiligung und Ausbeutung zu verhindern und den Betroffenen den Zugang zu ihren Rechten zu erleichtern.

Beide Beratungsstellen beraten mehrsprachig, unterstützen bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber Arbeitgebern, helfen bei Schriftverkehr und Klagevorbereitungen und leisten Aufklärungsarbeit direkt vor Ort, beispielsweise bei Werkstoraktionen oder auf Lkw-Parkplätzen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, faire Arbeitsbedingungen zu fördern und besonders schutzbedürftige Beschäftigte zu stärken.

 

 

2019: Erinnern und Haltung zeigen: Erster Esther-Bejarano-Preis verliehen 

Am 3. September 2019 verleiht die Arbeitskammer erstmals den Esther-Bejarano-Preis im Rahmen des Projekts „Erinnert Euch“. Ausgezeichnet werden Schülergruppen, die sich in Filmbeiträgen mit Erinnerungskultur, Rechtsextremismus und demokratischen Grundwerten auseinandersetzen. Der nach der aus Saarlouis stammenden Holocaustüberlebenden Esther Bejarano benannte Preis wird als neues Format politischer Bildungsarbeit etabliert und wird seitdem fortgeführt und alle 2 Jahre verliehen.  

2019: Mitbestimmungsmesse

Die erste Mitbestimmungsmesse Saar fand am 6. November 2019 in der Congresshalle Saarbrücken statt. Sie wurde von der Arbeitskammer des Saarlandes, dem DGB Saarland und der Technologieberatungsstelle BEST ins Leben gerufen und wird seitdem alle zwei Jahre veranstaltet.

Ziel der Messe ist es, Betriebsräten, Personalräten und Mitarbeitervertretungen eine Plattform für Austausch, Vernetzung und die Präsentation erfolgreicher Mitbestimmungsarbeit zu bieten. Mit Fachvorträgen, Praxisbeispielen und dem saarländischen Mitbestimmungspreis macht die Veranstaltung die Bedeutung von Mitbestimmung für gute Arbeitsbedingungen, Beschäftigungssicherung und gelebte Demokratie sichtbar.
 

2021: Task Force Grenzgänger

Die Task Force Grenzgänger 3.0 wird seit Juli 2021 von der Arbeitskammer des Saarlandes getragen. Das Projekt besteht bereits seit 2011 und wurde zunächst durch EU-Mittel finanziert.

Sie wurde gegründet, um Probleme zu lösen, die durch die unterschiedlichen Sozial-, Arbeits- und Steuerrechtsregelungen in den Ländern der Großregion entstehen. Davon betroffen sind die zahlreichen Menschen, die täglich zum Arbeiten eine Grenze überqueren.

Die Task Force analysiert Hindernisse für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, berät Gesetzgeber zu den Auswirkungen neuer Regelungen und entwickelt Lösungsvorschläge für nationale Parlamente und die Europäische Union. Ziel ist es, die Arbeitnehmerfreizügigkeit in der Großregion zu stärken.

2021: Weiterbildung vernetzen: Verbund und Portal

Ab 2021 baut die Arbeitskammer den Weiterbildungsverbund Saarland auf und vernetzt Unternehmen, Kammern und Bildungsträger. Im Zentrum stehen mehr Transparenz über Weiterbildungsangebote, gebündelte Bedarfe und neue Qualifizierungsansätze. 

2022 wird diese Arbeit mit der ersten Weiterbildungsmesse sichtbar, unter anderem bei Saarstahl, wo Angebote und Zugänge zur Weiterbildung gebündelt vorgestellt werden.  Der Weiterbildungsverbund wird in den Folgejahren ausgebaut und wird inzwischen als eigenständiges Format der Arbeitskammer fortgeführt.  

Seit 2024 ist die Arbeitskammer über den Weiterbildungsverbund wichtiger Partner der Bundesagentur für Arbeit bei der Messe Job & Weiterbildung. 

Eine wichtige Ergänzung ist das Weiterbildungsportal Saarland. Ein Kooperationsprojekt des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV), des Ministeriums für Bildung und Kultur (MBK) und der Arbeitskammer des Saarlandes, das auf Initiative des Zukunftsbündnisses Fachkräfte Saar (ZFS) ins Leben gerufen wurde. Beide Projekte arbeiten eng verzahnt.
 

2022: Historische Begleitung der Strukturkrise: Ford Saarlouis im Fokus

Mit der Entscheidung von Ford, die Fahrzeugproduktion in Saarlouis auslaufen zu lassen, gerät einer der wichtigsten Industriestandorte der Region in eine existenzielle Krise.   

Die Arbeitskammer reagiert darauf mit einem Dokumentations- und Oral-History-Projekt, das die Perspektiven der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt. In lebensgeschichtlichen Interviews werden Erfahrungen, Deutungen und Brüche im Zuge des Strukturwandels festgehalten. 
 

2026: StartHub

Das StartHub wurde 2026 als neuer Begegnungs-, Lern- und Vernetzungsort für junge Menschen bei der Arbeitskammer des Saarlandes eröffnet. Mit der offiziellen Eröffnung am 28. April 2026 entstand ein Ort, der junge Menschen stärkt, vernetzt und ihnen Orientierung für Schule, Ausbildung, Studium und gesellschaftliches Engagement bietet.

Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Demokratie- und Medienkompetenz, praxisnahe Bildungsangebote wie der Projekttag „Schule und Arbeitswelt“ sowie die Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben. Gleichzeitig bringt das StartHub Jugendorganisationen, Verbände und Initiativen zusammen, fördert den Austausch und macht jugendpolitische Themen sichtbarer.

Mit modernen Räumlichkeiten, innovativen Formaten und zahlreichen Kooperationsprojekten hat sich das StartHub zu einer zentralen Anlaufstelle für junge Menschen im Saarland entwickelt – ein Ort, an dem Zukunft gestaltet und demokratische Teilhabe gelebt wird.
 

Referat Pflege

Bereits vor über 10 Jahren richtete die Arbeitskammer des Saarlandes ein Pflegereferat ein. Hiermit hat sie die Bedeutung des Bereiches Pflege konkret hervorgehoben und der Kammer die notwendige personelle Stärke gegeben, die Interessen der Pflegekräfte und der zu Pflegenden vertreten zu können.

Gegründet wurde das Referat, weil die Pflege angesichts des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels immer wichtiger wurde. Erstes Ziel war es, den Pflegebeschäftigten eine starke Anlaufstelle zu bieten, die sie berät und unterstützt. Gleichzeitig sollten die oft schwierigen Arbeitsbedingungen in der Pflege stärker sichtbar gemacht und Verbesserungen für Beschäftigte und zu Pflegende angestoßen werden. 

Diese Interessenvertretung findet insbesondere gegenüber der Politik statt, durch den Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen sowie eine stärkere Anerkennung der Fachlichkeit des Pflegeberufs. 
Zudem berät das Referat Pflege der Arbeitskammer Pflegekräfte und Interessenvertretungen zu Fragen rund um den Pflegeberuf zum Beispiel auch zu den Themen Weiterbildungen, Arbeitsbedingungen und Sozialrecht. Es vermittelt Fachberatung, informiert über aktuelle Entwicklungen und organisiert Fortbildungen.

Zur Stärkung der Pflegearbeit richtete die Arbeitskammer 2018 einen Pflegeausschuss ein. Dieser unterstützt das Referat fachlich und bündelt zusätzliche Expertise.

Die Gründung fiel zudem in eine Zeit intensiver Diskussionen über die berufliche Selbstvertretung der Pflege und den Stellenwert des Pflegeberufs im Saarland.