Umwelt, Energie und Verkehr im Saarland – Arbeitskammer zieht eine durchwachsene Bilanz

Pressedienst vom

„Das Saarland hat beim Umweltschutz im Vergleich mit anderen Ländern Nachholbedarf und wird sich vor allem im Verkehrsbereich anstrengen müssen, um den Anschluss nicht zu verlieren.“ erklärt Thomas Otto, Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, zu den Forderungen im diesjährigen Jahresbericht der AK an die Landesregierung. „Im Nahverkehr setzt sich der negative Trend fort. Es braucht dringend geeignete Maßnahmen, wie einer kundenorientierten Tarifpolitik, Zuverlässigkeit und einer Verbesserung des Angebots, um den Nahverkehr attraktiver zu gestalten und mehr Kunden zu gewinnen.“ „Die von der Landesregierung vorgeschlagene Tarifreform sei ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung und zeitnah umzusetzen“, so Otto weiter.

Während deutschlandweit in den letzten zehn Jahren kontinuierlich mehr Fahrgäste im ÖPNV unterwegs waren, sieht es im Saarland anders aus. Seit 2009 fahren im Saarland immer weniger Menschen mit dem Nahverkehr. Durch die hohe Anzahl von Personenkraftwagen je Bürger, sind für einen zukunftsfähigen Nahverkehr im Saarland besondere Kraftanstrengungen nötig. Komfort und Service inklusive eines systematischen Kundendialogs, transparente und aktuelle Fahrgastinformation, sowie eine nutzerfreundlichere Tarifstruktur seien laut Otto die entscheidenden Qualitätskriterien, um die Menschen als Fahrgäste zu binden und vor allem neu zu gewinnen. „Um den ÖPNV als Rückgrat einer Mobilitätswende zu etablieren, braucht es ein entschiedenes Handeln von Seiten der Landesregierung“, so Thomas Otto.

In weiteren ökologisch definierten Handlungsfeldern, wie Energieverbrauch und -erzeugung und der Erreichung eines guten ökologischen Zustands der saarländischen Wälder, sind bisherige Anstrengungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen fortzuführen und auszuweiten. Rückgänge des Endenergieverbrauchs in den Bereichen Verkehr sowie Haushalte, Dienstleistungen und Handel waren in den vergangenen Jahren nicht zu verzeichnen. Zusätzlich bedarf es für den Erhalt energieintensiver Industrien geeignete Strategien, die mögliche Effizienzsteigerungen ausschöpfen und auf klimafreundlicher Energiegewinnung fußen. Im Hinblick auf erneuerbare Energien werden im aktuellen Ausbaupfad die Ziele der Landesregierung bis zum Jahr 2020 20 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen wohl erreicht. „Doch wenn sich das Saarland den Herausforderungen aus Klima- und Strukturwandel konsequent annehmen will, braucht es Anstrengungen auf allen Ebenen und dringend eine Strategie über das Jahr 2020 hinaus“, fordert der AK-Hauptgeschäftsführer.

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