Saarländische Arbeitsplätze sind massiv bedroht - der Bund ist jetzt gefordert

Pressedienst vom

Die Nachrichten über Krisen von Unternehmen in der Stahl- und Automobilzuliefererindustrie im Saarland reißen nicht ab. Jörg Caspar, Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes, und AK-Hauptgeschäftsführer Thomas Otto schlagen Alarm! „In den nächsten Jahren drohen im Saarland massive Arbeitsplatzverluste“, betont Jörg Caspar. Thomas Otto fordert: „Das Saarland benötigt jetzt spürbare Strukturhilfen von Bundesseite, um die anstehenden Veränderungen zu bewältigen und die zu befürchtenden Arbeitsplatzverluste sozial verträglich und nachhaltig zu kompensieren.“

Die Arbeitnehmervertreter sind in die Planungen für Strategien der kriselnden Unternehmen meistens nicht eingebunden. Jörg Caspar: „Wir brauchen uneingeschränkte Transparenz für die Arbeitnehmer. Deshalb müssen die Betriebsräte umgehend und vollständig informiert und in die Planungen einbezogen werden.“

Die schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen und Tage sind ein Beispiel für die massiv unter Druck geratene saarländische Stahl- und Automobilindustrie. Laut Branchenreport der Arbeitskammer 2019 arbeitet jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe des Saarlandes im Fahrzeugbau. Thomas Otto: „Die Bedeutung des Sektors ist aber weit größer. Nach Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten sind rund 54.000 Beschäftigungsverhältnisse mit der Automobilindustrie verbunden.“

„Die Landesregierung muss sich dafür einsetzen, dass das Saarland angesichts der Herausforderungen des Strukturwandels nicht alleine gelassen wird. Der Bund muss jetzt präventiv finanziell massiv unterstützen“, so Jörg Caspar abschließend.

Unsere Analyse zur Branchenstruktur im Saarland 2019 finden Sie hier:
AK-Texte "Analyse der Branchenstruktur im Saarland"

Zurück Zurück