Das Saarland hat im bundesweiten Vergleich einen deutlichen Aufholbedarf bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen. Diese sind trotz erheblicher Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten immer noch weniger häufig erwerbstätig als im Bundesgebiet. Hinzu kommt ein höherer Anteil an „Mini-Jobberinnen“ im Saarland. Frauen in dieser Beschäftigungsform gehen ein höheres Risiko bei der eigenen Existenzsicherung und nicht zuletzt für ihre Altersversorgung ein. Geringer ausgeprägt ist außerdem die Neigung, eigene Existenzgründungen zu wagen.

Organisation der Netzwerkstelle

Zusammen mit den Partner/innen des "Zukunftsbündnisses Fachkräfte Saar" wurde daher 2017 die Netzwerkstelle "Frauen im Beruf" (FiB) geschaffen. Sie soll in Fragen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bzw. bei Gründungsfragen als Netzwerkorganisatorin und Ansprechpartnerin für die verschiedenen Akteure dienen. Die FiB ist bei der Arbeitskammerdes Saarlandes angesiedelt und wird durch das Wirtschaftsministerium sowie über das europäische EFRE-Programm gefördert.

Frauen in den Fokus rücken

Mittelfristiges Ziel der Netzwerkstelle ist es, landkreisübergreifende Konzepte zu entwickeln, die die bedarfsgerechten, individuellen und zielgerichteten Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen bündeln. Dies gilt sowohl für die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung als auch für die Möglichkeiten, sich mit geeigneten Ideen beruflich selbständig zu machen.