Aktuelle AK-Konkret zeigt: Klimaschutz ist eine Verteilungsfrage

Pressedienst vom

Klimaschutz muss für alle bezahlbar sein – das ist die zentrale Botschaft des Titelthemas der Ausgabe 1/2026 der Arbeitskammer-Zeitschrift AK-Konkret, die jetzt erschienen ist. Die Referentinnen und Referenten der Arbeitskammer machen deutlich: Der Umbau hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft ist notwendig. Ob er gelingt, hängt jedoch entscheidend von seiner sozialen Ausgestaltung ab.

Derzeit ist Klimaschutz vor allem auch eine Verteilungsfrage – und das muss sich dringend ändern. Wird Klimapolitik als Bedrohung der eigenen wirtschaftlichen Existenz wahrgenommen, schwindet nicht nur die Zustimmung zu ökologischen Maßnahmen. Auch das Vertrauen in Politik und Demokratie gerät unter Druck.

Die aktuelle Realität zeigt: Haushalte mit geringen Einkommen tragen die Kosten von Klimaschutzmaßnahmen überproportional stark, gleichzeitig sind einkommensschwächere Menschen besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Dabei verursachen die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung nahezu die Hälfte der globalen CO₂-Emissionen, während die ärmere Hälfte nur rund sieben Prozent beiträgt. In Deutschland entfallen auf die einkommensärmere Hälfte der Bevölkerung lediglich 5,7 Prozent der Emissionen, während das reichste Prozent rund 53 Prozent verursacht.

Für die Arbeitskammer steht daher fest: Die Klimawende muss sozial gerecht gestaltet werden. Dazu können unter anderem folgende Maßnahmen beitragen: Förderprogramme müssen gezielter auf Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen ausgerichtet werden. Investitionen in ein nachhaltiges Mobilitätssystem ermöglichen es, ökologische und soziale Ziele gleichzeitig zu erreichen. Zudem braucht es klare politische Rahmenbedingungen, die Planungssicherheit schaffen. Und nicht zuletzt müssen sehr hohe Vermögen angemessen an der Finanzierung der Klimabewältigung beteiligt werden.

Ein weiterer Beitrag der aktuellen Ausgabe der AK-Konkret fasst die Ergebnisse des „Index Gute Arbeit Saar“ zusammen. Die Befragung macht deutlich, dass im Saarland erheblicher Handlungsbedarf bei den Arbeitsbedingungen besteht.

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Arbeitskammer startet zudem eine neue Serie, die zentrale Stationen und Entwicklungen der Kammergeschichte beleuchtet.

Neben weiteren Beiträgen aus dem Arbeitsleben sowie aus Kunst und Kultur finden Leserinnen und Leser erneut praxisnahe Informationen aus dem Arbeitsrecht.

Schwerpunkt des achtseitigen AK-Konkret-Spezials „Aktiv im Betrieb“ sind diesmal die ab März anstehenden Betriebsratswahlen.

Das Magazin AK-Konkret steht als PDF mit Blätterfunktion unter www.arbeitskammer.de/ak-konkret zur Verfügung.
 

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