AK-Filmtage 2026: 15. Juni bis 19. Juni - im kino achteinhalb
18. AK-Filmtage: Mit kritischem Blick!
Wie werden junge Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland und Frankreich wahrgenommen? Welchen täglichen Herausforderungen müssen sie sich stellen - in der Freizeit ebenso wie im Beruf? Wie wird mit ihnen umgegangen? Und was passiert, wenn ein Gesellschaftsbild komplett zu kippen droht?
Wahrnehmen. Verändern. Zusammenhalten. Unter diese Trias haben wir in diesem Jahr unsere AK-Filmtage gestellt. Das Angebot reicht von einer Dokumentation hin bis zum Spielfilm. Wir wollen mit kritischem Blick zur Diskussion und Reflexion im Anschluss an die Filme anregen. Es ist geplant, Regieführende oder Schauspielerinnen und Schauspieler sowie weitere Fachleute einzuladen, die mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen diskutieren. Zu allen Filmen stellen wir Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das Sie über unsere Website herunterladen können.
Folgende Filme werden gezeigt
Souleyman's Geschichte

Drama -Doku, FSK: 12 – Regie: Boris Lojkine
94 Minuten, Frankreich (OmU)
Es ist ein atemloses Rennen gegen die Zeit. Der Fahrradkurier Souleymane rast durch den Feierabendverkehr von Paris, um Kunden ihr Essen auszuliefern. Nachdem er eine Bestellung ausgeliefert hat, wartet schon die nächste auf seiner App. Selbst die letzte Strecke des Tages, den Weg zum Bus ins Obdachlosenheim am Rande der Stadt, bringt Souleymane unter Druck hinter sich. Denn wenn er diesen Bus verpasst, muss er draußen übernachten. Mit dokumentarischer Genauigkeit inszeniert Regisseur Boris Lojkine 48 Stunden im Leben eines illegal arbeitenden Fahrradkuriers, der seiner Asylanhörung entgegenfiebert.
Nico

Spielfilm, FSK: 12 – Regie: Eline Gehring, Francy Fabritz, Sara Fazilat
79 Minuten, Deutschland
Nico ist ein intensives deutsches Drama über eine lebensfrohe deutsch-persische Altenpflegerin, deren unbeschwertes Leben in Berlin durch einen rassistischen Überfall zerstört wird. Der Film begleitet sie dabei, wie sie durch Karatetraining ihre Wut verarbeitet, Selbstvertrauen zurückgewinnt und sich gegen das erlebte Trauma emanzipiert.
Im Osten was Neues - Eine ungewöhnliche Fußballmannschaft

Dokumentation, FSK: 12 – Regie: Loraine Blumenthal
82 Minuten, Deutschland
Für viele ist Eichi eine Vaterfigur, doch er selbst blickt auf eine düstere Zeit als Rechtsextremist zurück. Der Dokumentarfilm berichtet darüber, was es heißt, Brücken zu schlagen und im Leben neu anzukommen.
Thomas stammt aus Sierra Leone, Asad aus Tschetschenien, andere kommen aus dem Irak, der Ukraine oder aus Afghanistan. Eichi ist offiziell arbeitslos, aber ehrenamtlich im Jugendclub Torgelow tätig. Dort lebt er seinen Traum und trainiert zusammen mit seiner Frau Anja mit viel Hingabe die Fußballmannschaft FC Pio.
Der Dokumentarfilm zeigt – mal humorvoll und leicht, mal tiefsinnig und ungeschönt – ihre Lebenswege, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
The Change

Drama, FSK: 12 – Regie: Jan Komasa
111 Minuten, USA
Familie Taylor, angeführt von Professorin Ellen und ihrem Mann, dem Sternekoch Paul, feiert ihren 25. Hochzeitstag. Die Feierlichkeiten geraten ins Wanken, als ihr Sohn Josh seine neue Freundin Liz vorstellt. Ellen erkennt in Liz sofort eine ehemalige Studentin wieder, die sie einst wegen ihrer kontroversen Ansichten von der Universität verwies. Und mittlerweile ist Liz eine der treibenden Kräfte hinter einer landesweiten, radikalen Bewegung namens „The Change“. Sie ist fest entschlossen, das politische System Amerikas zu reformieren und schreckt dabei vor nichts zurück. Ellens Familie wird in einen Strudel aus Loyalitätskonflikten und Ideologiekämpfen gezogen. Bald muss sich die Mutter nicht nur um den Zusammenhalt ihrer eigenen Familie sorgen, sondern auch um die grundlegenden Werte ihres Landes.
Uncivilized (2 Folgen)
Drama-Serie, FSK: 12 – Das kleine ZDF-Fernsehspiel
Hanau (Folge 1)
36 Minuten, Deutschland, Regie: Bilal Bahadir

Als Can und seine Jungs die bestandene Ausbildung ihres guten Freundes gebührend feiern wollen, ahnen sie noch nicht, dass der Abend eine ungewollte Wendung nehmen wird. In die Shisha-Bar werden die Jungs aufgrund neuer Sicherheitsvorkehrungen nach Hanau nicht reingelassen. Die Bahnen fahren nicht mehr, es beginnt eine Reise durch das Kölner Nachtleben voller Ablehnung.
Ukraine (Folge 2)
23 Minuten, Deutschland Regie: Bilal Bahadir

Karla möchte eine ukrainische Geflüchtete bei sich aufnehmen, doch durch einen Bürokratiefehler wird ihr ein junger Syrer zugewiesen. Dieser vermeintlich kleine Fehler in der Bürokratie bringt Karlas ganzes Weltbild ins Wanken und stellt die Beziehung zu ihrem Ehemann Eren auf die Probe. Beide stecken im Dilemma zwischen Moral, Vorurteilen und dem Willen, im Kern etwas Gutes tun zu wollen.
Vorstellungen für Schulen, Auszubildende und Jugendgruppen
Die Fime werden in der Hauptwoche täglich zu folgenden Zeiten gezeigt:
- 8.30 Uhr
- 11.30 Uhr
Alle Filme werden im “kino achteinhalb” in der Nauwieserstraße 19 in Saarbrücken gezeigt
Zu allen Filmen stellen wir Informations- und Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das Sie später unter
www.arbeitskammer.de/filmtage-unterrichtsmaterial herunterladen könnten.
Anmeldung
Der Eintritt für Schulklassen, Azubis und andere Jugendgruppen sowie deren Begleitperson ist frei.
Aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine Anmeldung unbedingt erforderlich:
Anmeldeformular-Hauptwoche
Zusätzliche Vorstellungen
In diesem Jahr bieten wir auch außerhalb der Hauptwoche weitere Termine an, die zu den gleichen Bedingungen gebucht werden können. Alle Informationen dazu sowie die Möglichkeit der Anmeldung finden Sie auf unsere Seite: