In der Reihe "AK-Fakten" veröffentlicht die Arbeitskammer jährlich aktuelle Zahlen und Analysen zu folgenden Themen:

  • Öffentliche Finanzen
  • Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
  • Einkommen und Preisentwicklung

AK Fakten 2022

  • AK-Fakten "Öffentliche Finanzen"
    Öffentliche Haushalte im Saarland nicht auf Transformation ausgerichtet. Insgesamt zeigen die öffentlichen Finanzen im Saarland ein wenig ermutigendes Bild. Aufgrund einer sich stetig vom Bundestrend nach unten entfernenden Wirtschaftskraft (gemessen im Bruttoinlandsprodukt des Saarlandes) liegen die Steuereinnahmen von Land und Kommunen klar unter dem Bundesdurchschnitt. Die Schuldenlast beider Ebenen ist dagegen weiterhin hoch, wenn auch der Saarlandpakt deutliche Wirkungen bei der Reduktion der kommunalen Kassenkredite zeitigt. Die Investitionen von Land und Kommunen liegen zwar auf höherem Niveau als in den Jahren 2015 bis 2019, reichen aber noch nicht an den Bundesdurchschnitt heran. Die transformativen Aufgaben des Saarlandes erfordern aber die Behebung der Investitionsstaus und zusätzliche Investitionen in die Nachhaltigkeitswende.
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AK-Fakten 2021

  • AK-Fakten "Öffentliche Finanzen"
    Die öffentlichen Finanzen in Deutschland haben im Jahr 2020 durch zahlreiche finanzielle Hilfsmaßnahmen im ersten Jahr der Covid-19-Pandemie eine deutliche Beanspruchung erfahren. Mit der Aktivierung der Sonderregel der Schuldenbremse für außergewöhnliche Situationen und Naturkatastrophen konnten die Haushalte von Bund und Ländern diese über Kredite finanzieren. Die starke Belastung der Ausgabenseite konnte nicht durch Steuereinnahmen ausgeglichen werden. Diese sind wegen der Einschränkung der Wirtschaftsaktivität durch Lockdowns und unterbrochene Lieferketten insgesamt zurückgegangen. Die mit der Pandemie einhergehende insgesamt abgebremste Wirtschaftstätigkeit drückt sich auch in den rückläufigen Werten des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2020 aus. Für das Saarland sind einige empirische Befunde besonders interessant, weil sie Ausdruck der besonderen wirtschaftlichen Haushaltslage des Saarlandes sind.
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  • AK-Fakten "Einkommen"
    Die Einkommensunterschiede von Tarifbeschäftigten und nicht nach Tarif entlohnten Beschäftigten nehmen zu. Am unteren Rand der Einkommensverteilung gewinnt der gesetzliche Mindestlohn an Bedeutung, gerade auch weil Allgemeinverbindlichkeitserklärungen von Arbeitgeberseite in Branchen mit schwacher gewerkschaftlicher Abdeckung auskömmliche Branchenmindestlöhne verhindern. Von der Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro könnten im Saarland bis zu 100.000 Beschäftigte profitieren. Dem Niedriglohnbereich könnte damit deutlich entgegengewirkt werden, davon unabhängig bleiben branchen- und berufsübergreifende Einkommensunterschiede aber bestehen und eine Stärkung von Sozialpartnerschaft und Tarifbindung somit unerlässlich
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  • Öffentliche Finanzen
    Die wirtschaftliche Entwicklung an der Saar weist schon seit einigen Jahren deutliche Anzeichen einer sich zuspitzenden Krise auf, die eine gesteigerte staatliche Aktivität flankiert von erhöhten Finanzmitteln erfordern würde. Durch die Mobilitäts- und Energiewende werden die im Saarland überdurchschnittlich starke Stahl- und Automobilindustrie vor große Herausforderungen gestellt, die sich bereits in der Vergangenheit auf die Beschäftigungssituation ausgewirkt haben. Die notwendige wirtschaftliche Transformation erfordert deshalb zusätzliche Mittel und Investitionen der öffentlichen Hand, also zusätzliche öffentliche Ausgaben.
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  • Einkommen
    Die Einwicklung der Einkommen wird 2020 von der Corona-Krise erheblich beeinflusst. Im zweiten Quartal brachen in Folge des flächendeckenden Lockdowns der Wirtschaft Arbeitszeiten und damit die Einkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Saarland ein. Aufgrund der saarländischen Wirtschaftsstruktur mit ihrer hohen Bedeutung der Industrie und deren Exportabhängigkeit waren die Folgen für die saarländischen Beschäftigten noch einschneidender als im übrigen Bundesgebiet. Die relative Betroffenheit von Kurzarbeit fiel im Saarland weit überdurchschnittlich aus, was sich im stärksten Rückgang der Bruttoverdienste bundesweit niederschlägt. Der Rückgang der Arbeitszeit ist für die Betroffenen finanziell deutlich spürbar. Tarifpolitisch sind je nach Corona-Betroffenheit von Branchen differenzierte Antworten erforderlich. In jedem Fall muss aber der Mindestlohn am unteren Ende der Einkommensverteilung stärker steigen, um gerade Niedriglohnbeziehern zu helfen.
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  • Öffentliche Finanzen
    Das Thema öffentliche Finanzen wird im Saarland stark von der Verschuldungsproblematik des Landes und der Kommunen sowie den Wirkungen der Schuldenbremse dominiert. Neben den Beschränkungen auf der Ausgabenseite ist aber von erheblicher Bedeutung, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes in den letzten Jahren aufgrund wirtschaftsstruktureller Gegebenheiten weniger positiv als im Bundesdurchschnitt verlief.
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  • Einkommen
    Das Saarland fällt bei der Einkommensentwicklung zurück. Bei zentralen Indikatoren zur gesamtwirtschaftlichen Entgeltentwicklung belegt es häufig den letzten Rang. Auch die Entwicklung der Effektivverdienste fiel an der Saar im Ländervergleich merklich geringer aus. Die Einkommensunterschiede nach Branchen, Qualifikationsniveau und Geschlecht nehmen zu.
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  • Arbeitsmarkt
    Die saarländische Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Verlief die Beschäftigungsentwicklung der letzten Jahre schwächer als im Bundesvergleich, so sind inzwischen deutlich Bremsspuren der Konjunktur auch am Arbeitsmarkt erkennbar etwa in Form von Kurzarbeit. Dabei sind Unterschiede zu verzeichnen: Während die Arbeitslosigkeit auf der einen Seite seit langem wieder steigt, können auf der anderen Seite offene Stellen nicht mit passenden Fachkräften besetzt werden. Die positive Beschäftigungsentwicklung hat zudem die Qualität der Beschäftigung nicht verbessert: Nach wie vor ist jeder vierte Beschäftigte prekär beschäftigt.
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  • Im Saarland kein flächendeckender Fachkräftemangel
    Das ist eines der zentralen Ergebnisse der neuen AK-Fakten zur Lage am saarländischen Arbeitsmarkt, die die Arbeitskammer jetzt veröffentlicht hat. So fordert die AK insbesondere mehr Weiterqualifizierung.
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  • Einkommen im Saarland - Ungleichheit nimmt zu
    Im Saarland gibt es immer mehr Millionäre, gleichzeitig droht immer mehr Saarländerinnen und Saarländern die Armut. Das sind die Ergebnisse der aktuellen Arbeitskammer Publikation „AK Fakten“. Die Kammer spricht sich deshalb für eine gerechtere Ausgestaltung der Einkommens- und Vermögens­besteue­rung aus.
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  • Öffentliche Finanzen
    Saarländische Kommunen investierten auch 2017 pro Kopf weniger als die Städte, Gemeinden und Verbände in allen anderen Flächenländern. Die Arbeitskammer sieht die geringe Investitionskraft als eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Der Investitionsstau, insbesondere in Infrastruktur und Schulen, lähmt die Entwicklung in den saarländischen Kommunen und belastet Familien und Kinder.
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  • Beschäftigung und Arbeitslosigkeit
    Die Wirtschaft im Saarland hat im letzten Jahr stagniert. Im Vergleich der Bundesländer liegt das Saarland beim Wachstum des Bruttoinlandprodukts an letzter Stelle. Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat zugenommen und erreicht Höchstwerte.
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  • Einkommen und Verdienste im Saarland
    Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner lag im Jahr 2015 mit 20.303 Euro um 8,3 Prozent unter dem Durchschnitt der alten Bundesländer. Im ersten Halbjahr 2017 verdienten vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im Saarland 3.852 Euro gegenüber 4.240 Euro in Westdeutschland. Der Verdienstabstand vergrößerte sich auf minus 9,2 Prozent.
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  • Öffentliche Finanzen
    Das Volumen der Kassenkredite der saarländischen Kommunen wuchs auch 2016 weiter an. Bei der gemeindlichen Steuerkraft wurde das Saarland inzwischen sogar von Brandenburg überholt. Die kommunale Finanzschwäche beeinträchtigt zunehmend die Investitionstätigkeit.
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