Ein filmischer Blick auf das Leben mit Beeinträchtigungen in unserer Gesellschaft heute und zur Zeit des Nationalsozialismus
Kostenlose Filmvorführungen für Schülerinnen und Schüler ab der Klassenstufe 9 mit anschließender Diskussion (in allen Landkreisen zwischen dem 25. November und dem 2. Dezember 2026 - siehe Programm)
„Spuren nach Grafeneck“
In dem Dokumentarfilm geht es um die Themen Behinderung, Ausgrenzung, aber auch – mit dem Blick in die Geschichte – um Krankenmorde. Das inklusive Ensemble des Theaters Reutlingen „Die Tonne“ gestaltet und probt ein Stück für den öffentlichen Raum: „Hierbleiben… Spuren nach Grafeneck“. Von Reutlingen aus machen sich die Darstellenden gedanklich und physisch auf die Reise nach Grafeneck, wo die erste nationalsozialistische Euthanasieanstalt betrieben wurde. Weil sie als lebensunwert galten, wurden im Jahr 1940 in der Einrichtung 10.654 Menschen ermordet; gleich welchen Alters oder Geschlechts.
Vor dem Hintergrund des historischen Verbrechens fragen sich die Protagonistinnen und Protagonisten – Seyyah Inal, Anne-Kathrin Killguss, Santiago Österle und Gabriele Wermeling – nach ihrer Anerkennung heute: Wie werden sie überhaupt wahrgenommen in einer Gesellschaft der Selbstoptimierung und Perfektionierung? Und was bedeutet es für sie persönlich, ein Bewusstsein für die historischen Morde zu bekommen? Wie wird an die Geschichte erinnert? Nach der Filmvorführung wird es ein Filmgespräch der Schülerinnen und Schüler mit den Regisseurinnen geben.
Termine in den Landkreisen
(Filmbeginn: 9 Uhr, Filmdauer: 90 Minuten mit anschließender Diskussion)
Landkreis Saarlouis
25.11.2026 im Capitol Movie World Saarlouis
Zu diesem Termin wird Herr Marc Speicher (Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis) ein Grußwort halten
Landkreis St. Wendel
26.11.2026 im Neuen Theater St. Wendel
Landkreis Neunkirchen
27.11.2026 im Union Theater Illingen
Saarpfalz-Kreis
30.11.2026 im Regina Kino St. Ingbert
Landkreis Merzig-Wadern
01.12.2026 im Odeon Kinocenter Merzig
Regionalverband Saarbrücken
02.12.2026 im Kino 8 ½ in Saarbrücken
Zu diesem Termin wird Frau Streichert-Clivot (Ministerin für Bildung und Kultur) ein Grußwort halten und Frau Killgus (Theaterschauspielerin und Protagonistin) wird am Filmgespräch teilnehmen.
Die Regisseurinnen
Yvonne Lachmann
lebt als freischaffende Autorin (Lyrik/Kurztexte), Schauspielerin und Dokumentarfilmerin in Saarbrücken. Studium an der HBKsaar – mit Abschluss Diplom – im Bereich Media Art und Design, Schwerpunkt Dokumentarfilm bei Prof. Sung-Hyung Cho. „Spuren nach Grafeneck“ ist ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.
Nora Mazurek
lebt als freischaffende Künstlerin und Dokumentarfilmregisseurin in Saarbrücken. Sie studierte zunächst Medien- und Kunstwissenschaft, dann Kunst, Design und Medien. 2018 schloss sie ihr Masterstudium „Media Art and Design” an der HBKsaar mit dem mittellangen Dokumentarfilm „Was ich von mir weiß” mit Auszeichnung ab. Seit 2020 studiert sie postgradual an der Kunsthochschule für Medien Köln. Außerdem war sie als Kuratorin und im Projektmanagement bei Filmfestivals tätig. „Spuren nach Grafeneck“ ist ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.