Qualifizierung zur Weiterbildungsmentorin / zum Weiterbildungsmentor (WBM) im Handwerk
Weiterbildung im Betrieb einfach organisieren, Fachkräfte sichern und Fördergelder nutzen.
Neue Techniken, veränderte Normen und volle Auftragsbücher: Im Handwerk scheitert Qualifizierung selten am Willen, sondern an Zeitnot, fehlender Orientierung im Kursangebot und bürokratischen Hürden. Mit dem Projekt MentoS – KMU-Mentoring Saar etablieren Sie eine feste Ansprechperson direkt in Ihrem Betrieb.
Als betriebliche Lotsen auf Augenhöhe unterstützen Weiterbildungsmentor*innen (WBM) Kolleginnen und Kollegen dabei, passende Lernwege zu finden, und bereiten Qualifizierungsvorhaben für die Betriebsleitung entscheidungsreif vor. Dabei behalten sie auch passende Förderprogramme im Blick – damit Ihr Betrieb Zuschüsse unkompliziert nutzt, statt bares Geld liegen zu lassen.
Die Qualifizierung auf einen Blick
An wen richtet sich die Qualifizierung?
Die Qualifizierung richtet sich an Beschäftigte aller Funktionsebenen in saarländischen Handwerksbetrieben:
- Gesell*innen, Facharbeiter*innen und Vorarbeiter*innen:
als Vertrauenspersonen auf Augenhöhe im Team. - Meister*innen und Betriebsinhaber*innen:
zur gezielten Mitarbeiterbindung und Entlastung der Führungsebene.
Wie läuft die Schulung ab?
Das Format umfasst 3 Präsenztage, gestreckt über einen Zeitraum von 3 Monaten. Zwischen den Schulungstagen liegen jeweils 4 Wochen Praxisphase im eigenen Betrieb. So werden die gelernten Werkzeuge direkt an realen Fällen aus dem Betriebsalltag erprobt.
Wie viel Zeit beansprucht die Rolle im Alltag?
Weiterbildungsmentor*innen übernehmen keinen neuen Bürojob. Wir empfehlen als Orientierung eine fest geblockte Stundepro Woche, um Bedarfe im Team zu bündeln und Qualifizierungen vorzubereiten. Wie viel Zeit die Rolle im Alltag tatsächlich einnimmt, entscheidet am Ende jeder Betrieb individuell nach den eigenen Abläufen und Kapazitäten.
Was lernen die Teilnehmenden?
TAG 1: Bedarf & Rolle
Wissenslücken im Betriebsalltag frühzeitig aufspüren und die Lotsenrolle auf Augenhöhe im Team etablieren.
(Dazwischen: 4 Wochen Erprobung im eigenen Betrieb)
TAG 2: Gespräche & Planung
Bedenken im Team abbauen, Vorhaben im Betrieb überzeugend begründen und die Umsetzung verbindlich planen (intern anlernen oder Kurs buchen).
(Dazwischen: 4 Wochen Erprobung im eigenen Betrieb)
TAG 3: Förderung & Transfer
Den Überblick über passende Förderprogramme gewinnen, regionale Netzwerkpartner als konkrete Anlaufstellen kennenlernen und den Weiterbildungs-Fahrplan für den Betrieb fertigstellen.